(GMH) Eine Gärtnerausbildung bietet viele Perspektiven: Lisa Dresen (21) beispielsweise möchte später gerne Landschaftsarchitektur studieren, doch nicht, ohne sich vorher mit Pflanzen auszukennen. Eine Ausbildung in einer Baumschule in Meckenheim ist für sie deshalb eine ideale Vorbereitung und die Basis für ihr späteres Berufsleben.

Eine Gärtnerausbildung verhilft zum Traumberuf

Bildunterschrift: Lisa Dresen (21) lernt derzeit Gärtnerin in einer Baumschule und interessiert sich für Landschaftsarchitektur. (Bilnachweis: GMH)

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Jede Woche eine andere Aufgabe

 

Seit einigen Monaten arbeitet Lisa Dresen nun im Team der Baumschule. „Das macht mir richtig viel Spaß“, sagt die Abiturientin, die aufgrund ihres Schulabschlusses gleich im zweiten Lehrjahr anfangen konnte. In den ersten Monaten hat sie bereits viel Praktisches gelernt, wie das Vermehren und Erziehen von Gehölzen. Zumal bei den Einsätzen immer ein Kolonnenführer dabei ist, der ihr die Arbeit erklärt und ihre Fragen beantwortet. Langeweile kommt nicht auf, denn jede Woche steht eine andere Aufgabe an. Je nach Saison werden Bäume und Sträucher beschnitten, Jungpflanzen in die Erde gebracht und „verschult“. So nennt sich in der Gärtnersprache das jahrelange Heranziehen von Gehölzen. Damit sie einen schönen Ballen bekommen und an ihrem späteren Bestimmungsort gut anwachsen, werden sie alle drei bis vier Jahre ausgegraben und verpflanzt. Ansonsten müssen die Bäume in ihrer Schule vor allem in der gewünschten Form wachsen.

Viel Arbeit im Freien

 

Lisa Dresen hält sich deshalb die meiste Zeit draußen im Freien auf  – nur bei Regen oder Minusgraden zieht sie sich mit ihren Kollegen in eine Halle zurück. „Bei den verschiedenen Tätgikeiten macht man sich schon mal dreckig, schließlich arbeiten wir mit Pflanzen“, sagt die 21-Jährige. Dank der robusten Arbeitskleidung samt Handschuhen ist die junge Frau dabei allerdings gut geschützt. Und im Gegensatz zu früher ist die körperliche Arbeit durch Maschineneinsatz auch viel leichter geworden.

Pflanzen in Szene setzen

 

Besonders viel Spaß macht der Auszubildenden das Veredeln. „Es ist einfach interessant, wie auf einen wilden Stamm als Unterlage die Zweige einer anderen Sorte gesetzt werden und daraus dann ein neuer Baum entsteht.“ In der Berufsschule hat sie zudem gelernt, die unterschiedlichen Pflanzen auseinanderzuhalten. Lisa Dresen will das Erlernte später nutzen, um Freiflächen zu planen sowie Bäume und andere Pflanzen in Szene zu setzen. Dem Gärtnerberuf wird sie also verbunden bleiben. Zumal die Arbeit von Gärtnern Voraussetzung dafür ist, dass Ideen von Landschaftsarchitekten Realität werden.

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