Obstgehölze im Kübel finden Platz auf Terrasse und Balkon

(GMH/BdB) Wer wünscht sich nicht einen Aufenthalt im Paradies mit gebratenen Tauben und leckeren Früchten in greifbarer Nähe. Weit gefehlt? Aber nein! Zumindest die eigenen Früchte, wie Apfel und Co., wachsen mit ein bisschen Geschick bald auf Balkonen oder Terrassen. Klein im Wuchs, aber dennoch mit vielen Früchten. Griffbereit zum Naschen für die ganze Familie.

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Bildunterschrift: Dank schädlingsresistenter neuer Züchtungen aus der Baumschule bilden die Mini-Obstbäume normal große Früchte aus. (Bildnachweis: GMH/BKN Strobel)

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Meist ist es auf Balkon oder Terrasse sehr sonnig, so dass sich Obstgehölze dort richtig wohlfühlen. Wie wäre es mit einem Familienbaum? Die neueste Idee von Fachleuten aus der Baumschule bietet für jeden Geschmack garantiert das Richtige, denn auf einer schwachwachsenden Unterlage werden drei Obstsorten kombiniert.

Doch für das eigene Schlaraffenland findet sich noch viel mehr Auswahl in der Einzelhandelsbaumschule: Apfel, Birne, Kirsche, Pfirsich, Nektarine, Apfelquitte oder Pflaume  – jeweils als  Obstbäumchen im Miniformat. Bevor jedoch zu einer bestimmten Sorte gegriffen wird, sollte sich der Interessent über die gewünschte Wuchsform Gedanken machen.

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Bildunterschrift: Obstgehölze für Balkon oder Terrasse bringen nach schmucker Blüte einen hohen Fruchtertrag. (Bildnachweis: GMH/BKN Strobel)

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Empfohlen werden vor allem schwachwachsende Formen, die später maximal 1,50 m hoch werden. Schwacher Wuchs ist das Ergebnis von Züchtungen oder Mutationen. Sogenannte echte Zwerge finden sich meist bei Pfirsich- oder Nektarinen-Sorten. Säulenobst, das auch unter der Bezeichnung „Ballerinas“ angeboten wird, hat eine schmale Krone und zählt ebenfalls zu den echten schwachwüchsigen Obstgehölzen. Besonders Apfel-Ballerinas sind bekannt und beliebt.

Neben den Säulen gilt Spalierobst als platzsparend. Die Äste werden dazu an einem Fächerspalier in U-Form oder parallel nach oben in V-Form streng symmetrisch angebunden. Ein Pfahl oder ein Spalier ist also für die meisten Mini-Obstbäume ein Muss, ihr ganzes Leben lang. Übrigens, die Minis können gegenüber ihren großen Geschwistern rund fünfzehn Jahre alt werden.

Obstgehölze im Topf sollten regelmäßig gehegt und gepflegt werden, wie alle anderen Pflanzen im Kübel, ob Beet- und Balkonpflanze oder Gemüse. Ideal ist ein Standort von sonnig bis halbschattig. Die Dünger- und Wasserversorgung muss kontinuierlich erfolgen, damit die kleinen Gehölze nicht vorzeitig ihre Fruchtansätze abwerfen. Nach der Blüte bis zur Ernte ist eine Flüssigdüngergabe einmal im Monat ausreichend.

Der Standort auf Balkon oder Terrasse hat den Vorteil, dass der Mini-Obstbaum weit weniger anfällig auf Hagel und Frost reagiert. Bei kalten und extrem trockenen Wintern kann es jedoch zu Trockenschäden im Wurzelbereich kommen. Die Pflanzen sollten daher zur Überwinterung mit Bast-, Kokosmatten, Noppenfolie oder Vlies gut eingepackt, oder an einem frostfreien Ort überwintert werden.

Weitere Hinweise zu Pflegemaßnahmen und ausreichende Sortenempfehlungen zu den einzelnen Wuchsformen erhalten Sie in einer Baumschule in Ihrer Nähe. Viele weitere interessante Informationen über Baumschulen finden Sie zudem im Internet unter http://www.gruen-ist-leben.de.

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Tipp: Passend zu einem Mini-Obstgehölz stehen, je nach persönlichem Geschmack, viele verschiedene Kübel zur Wahl. Ob Holz, Terracotta, Naturstein, Fiberglas oder Metall – das Gefäß sollte ausreichend groß sowie frostfest sein und über ein Wasserabzugsloch sowie eine stabile, breite Standfläche verfügen.

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