(GMH) Balkon und Terrasse sind wunderschön. Jetzt in Urlaub fahren? Eigentlich geht das gar nicht. Meist springen ja nette Nachbarn oder hilfreiche Verwandte ein. Aber was, wenn sich keiner findet? Bewässerungssysteme sind die Lösung und die müssen nicht mal teuer sein. Von perfekt bis zu selbst gebastelt gibt es viele Lösungen. Alle sollten nur rechtzeitig ausprobiert werden, damit es bei der Rückkehr aus dem Urlaub keine böse Überraschung gibt.

Bildunterschrift: Verreisen und die Pflanzen ein paar Wochen alleine lassen? Mit dem richtigen Bewässerungssystem ist das kein Problem! (Bildnachweis GMH)

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Wer einen Wasseranschluss auf Balkon oder Terrasse besitzt, der kann an eine automatische Bewässerung denken, die das Wasser über ein System von Schläuchen direkt an die Pflanzen führt und dort als Tröpfchen abgibt. Je nach Wasserbedarf versorgen Tropfstellen mit unterschiedlich großem Durchmesser durstige und weniger durstige Sommerblumen und Kübelpflanzen. Die Bewässerung lässt sich entweder per Zeitschaltuhr steuern. Dann öffnen sich die Ventile beispielsweise für jeweils zehn Minuten in den Morgen- und Abendstunden. Hitzephasen mit höherem Bedarf oder Schlechtwetterperioden kann die Zeitschaltuhr natürlich nicht berücksichtigen. Dafür wäre dann doch ein hilfreicher Urlaubsgeist nötig, der rechtzeitig abdreht oder die Tropfphase verlängert. Die Alternative ist die Steuerung per Feuchtefühler. Sie bewässert nur dann, wenn Kästen und Kübel tatsächlich trocken sind.

Einfach und trotzdem effizient arbeiten wassergefüllte Tonkegel, die in die Erde gesteckt werden. Ihre luftdicht abschließende Kappe ist mit einem dünnen Schlauch versehen, der in ein Gefäß mit Wasser gehängt wird. Entzieht die Erde dem Tonkegel Feuchtigkeit, entsteht Unterdruck, der Wasser aus dem Gefäß nachsaugt. Je nach Größe von Kasten oder Kübel können mehrere Tonkegel nötig sein, die die Pflanzen wie über eine Nabelschnur versorgen.

Die dritte Möglichkeit sind Dochtsysteme, mit dem der so genannte Gärtnerkasten, aber auch Ampeln und Gefäße arbeiten. Sie sind zweigeteilt und besitzen unter dem Erd- und Pflanzenteil ein Wasserreservoir, das durch einen seitlichen Einfüllstutzen gefüllt wird. Aus dem Erdteil hängen Dochte in das Wasserreservoir hinab, die das nötige Nass von unten nach oben saugen. Mit ein bisschen Geschick können auch normale Töpfe mit Dochten versehen und auf zwei Leisten über ein mit Wasser gefülltes Gefäß gestellt werden. Die Dochte aus nicht verrottender Glasfaser oder notfalls aus Schnürsenkeln geschnitten, lassen sich einfach von unten in den Topf schieben. Wie viel Wasser der Docht nach oben transportiert, hängt von seiner Stärke ab. Kleine Töpfe bekommen dünne Dochte, größere dicke oder zwei. Dem netten Nachbarn bleibt dann nur die gelegentliche Kontrolle, ob das Wassergefäß noch genügend gefüllt ist.

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