(GMH) Ein Gartenbeet bepflanzen, welche Freude und welche Herausforderung zugleich. Ob Rosensorten voller Duft und Farbe, Stauden in kaum überschaubarer Vielfalt, die ganze Pracht der Sommerblumen oder all die Kräuter mit ihren Blättern voller Aromen und Düfte, schon die Auswahl wird zum kreativen Vergnügen.

Bildunterschrift: Pflanzen auswählen und anschließend im Beet kombinieren, das ist ein durch und durch kreatives Vergnügen (Bildnachweis: GMH)

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Schier unendlich erscheinen die Möglichkeiten zu Kombinieren, mit Farben und Formen zu spielen. Und das Schönste daran: Niemand anderes bestimmt, was getan werden muss. Kein Chef hat das Sagen, kein Kollege meckert. Nur das, was das eigene Gefühl und der Verstand vorgeben, wird getan. So kann der Garten zum Spiegelbild der eigenen Vorstellungen und Wünsche werden.

Vielleicht steht der Sinn nach einem mediterranen Gärtchen mit Salbei und Lavendel, mit Rosmarin, Thymian und Basilikum? Oder soll es ein üppig blühender Blumengarten werden, so wie auf den Bildern von Emil Nolde? Dann würden sich Mohn, Phlox und Sonnenbraut, Margeriten und Rittersporn im Winde wiegen. Für Ungeduldige bringen Sommerblumen schnelle Farbenpracht, vielleicht in so exquisiten Farben wie denen von limonengrünem Ziertabak, rosafarbenen Löwenmäulchen und dem kühlen Weiß der Strauchmargeriten.

Ist angewachsen, was die Phantasie erdacht hat, kommt die Freude über die gelungene Pflege dazu. „Nur weil ich sie zur rechten Zeit gewässert, gedüngt und durchgeputzt habe, blühen sie jetzt so prächtig. Ohne mich wären die Pflanzen längst nicht so üppig“, weiß der Gartenbesitzer, die Gartenbesitzerin voller Stolz. Mit den Nachbarn, Freunden, Bekannten lässt sich trefflich erörtern, warum die Wicken in diesem Jahr besonders stark duften oder welchen Trick man gegen die Schnecken angewandt hat. Sinnliches Vergnügen bereiten dann auch die „Produkte“ aus dem eigenen Garten. Erinnerungen an den Sommer stecken im Lavendelsäckchen für den Wäscheschrank und das Pesto aus selbst geernteten Basilikum-Blättchen ist durch kein gekauftes zu toppen.

Die Mühe des Unkraut Jätens, des Wasser Schleppens und Zurückschneidens wird darüber völlig vergessen. Aber so richtige Mühe ist es ja eigentlich auch gar nicht. Befriedigung ist es, Arbeit in Gleichklang mit sich selbst. Wie gut können die Gedanken fließen, wenn die Hände schneiden und putzen. Die Tageshektik versinkt dabei. Sogar das ungeliebte Umgraben kann dem Körper gut tun. Wer erst einmal den richtigen Bogen raus hat und im Rhythmus arbeitet, der wendet die Schollen mit  Schwung und Hebelwirkung „fast von alleine“ um. Welche Befriedigung, wenn das Beet sauber da liegt und wenn später das Grün vor Kraft strotzt. Abends verspüren die Glieder wohlige Müdigkeit. Ins Fitness-Studio gehen? Gar nicht nötig. Der Garten verschafft schon die richtige Fitness, die sich mit Zufriedenheit paart.

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