(GMH) Auslandserfahrungen stehen bei jungen Menschen hoch im Kurs. Mit einer Berufsausbildung als Gärtner/in sind die Chancen auf einen Praktikums- oder Arbeitsplatz in einem anderen Land sehr gut. Deutsches Fachwissen wird weltweit geschätzt. Zudem geben Organisationen Hilfestellung: Die Arbeitsgemeinschaft deutscher Junggärtner (AdJ) bietet Informationsveranstaltungen und -material, die Schorlemer Stiftung und die European Landscape Contractors Association (ELCA) vermitteln entsprechende Stellen.

Ab ins Ausland? Als Junggärtner kein Problem!

Bildunterschrift: Auslandsaufenthalte im Gartenbau lassen einen nicht nur die regionale Natur genießen, sondern stärken zudem die berufliche Qualifikation. (Bildnachweis: GMH)

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Neuseeland ist besonders beliebt

Schon seit jeher gehen viele Gärtner nach erfolgreicher Ausbildung auf Wanderschaft. Neuseeland, Großbritannien und die USA sind heutzutage die beliebtesten Ziele. „Neuseeland ist aufgrund der relativ einfachen Organisation von Visum und Arbeitserlaubnis, der grünen Landschaft und der entspannten Lebensart unglaublich angesagt“, berichtet Lisa Böhnke, Bildungsreferentin der Arbeitsgemeinschaft deutscher Junggärtner. Großbritannien wird wegen der ausgeprägten Gartenkultur gerne für ein Praktikum oder einen Auslandsjob gewählt. Ein weiteres Argument, dass auch für die USA gilt, ist die englische Sprache. „Es hilft durchaus, wenn man sich gut verständigen kann“, betont Böhnke, wobei es Gärtner leichter als andere Fachkräfte haben, denn die lateinischen Bezeichnungen für Pflanzen mit denen die Grüne Branche arbeitet, sind auf der ganzen Welt gleich.

 

Organisationen vermitteln Praktikumsstellen

Der traditionelle Zeitpunkt für einen Auslandsaufenthalt ist nach bestandener Abschlussprüfung. Weit verbreitet ist zudem, die erforderliche Praxiszeit im Rahmen der Fortbildung zum Meister- oder Techniker bzw. eines Studiums in Gartenbau oder Landschaftsarchitektur mit neuen Erfahrungen aus einen anderen Land zu verknüpfen. Die Schorlemer Stiftung des Deutschen Bauernverbandes vermittelt Auslandspraktika im Gartenbau. Mit finanzieller Förderung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist dies für drei bis zwölf Monate möglich. Den internationalen Austausch junger Landschaftsgärtner organisiert die European Landscape Contractors Association mit 21 Mitgliedsnationen und Partnerverbänden in den USA, Kanada, China und Japan.

 

Arbeitgeber wissen Auslandserfahrungen zu schätzen

Einen Praktikumsplatz ohne oder mit geringer Bezahlung zu finden ist meist recht leicht. Um einen Arbeitgeber zu finden, der einen angemessenen Lohn zahlt, müssen Junggärtner schon selbst aktiv werden, sagt Böhnke. Geld in einem wohlhabenden Land, wie zum Beispiel der Schweiz, zu verdienen sei leichter als in einem Land mit geringem Einkommensniveau, gibt die Bildungsreferentin zu bedenken. Sie selbst hat ein Jahr im Ausland verbracht und unter anderem fünf Wochen im Botanischen Garten Kapstadt in Südafrika für Unterkunft und Verpflegung gearbeitet. „Ich wurde mit Wissen bezahlt“, berichtet die Bildungsreferentin. Und mit Erfahrungen, die Arbeitgeber in Deutschland zu schätzen wissen. Denn wer über den Tellerrand geschaut, sich auf eine ungewohnte Umgebung eingestellt und Arbeitsweisen in einem anderen Land kennen gelernt hat, bringt wertvolle Erfahrungen mit. Damit steigen die Chancen auf eine spannende Beschäftigung in der ohnehin boomenden Gartenbaubranche noch einmal an.

Weitere Informationen zum Beruf Gärtner finden Sie im Internet unter www.beruf-gaertner.de.

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Absprechpartner fürs Arbeiten im Ausland

Wer als Gärtner während oder nach der Berufsausbildung ins Ausland gehen möchte, kann sich Unterstützung holen. Diese Organisationen sind Ansprechpartner:

Arbeitsgemeinschaft deutscher Junggärtner (AdJ) e.V.
Gießener Str. 47
35305 Grünberg
Tel.: 06401 / 91 01 79
www.junggaertner.de

European Landscape Contractors Association (ELCA)
Alexander-von-Humboldt-Str. 4
53604 Bad Honnef
Tel. 02224 / 7707-20
www.elca.info

Schorlemer Stiftung des DBV e.V.
In der Wehrhecke 1
53125 Bonn
Tel. 0228 / 92657-21/22/23
www.dbv-agrarpraktikum.de

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