(GMH) Man nehme: Pinkfarbene Alpenveilchen, Heide in zartem Rosa, das strahlende Blau des Herbstenzians, füge den frechen Schopf einer weißbunten Segge hinzu und fertig ist das Heilmittel gegen den Herbst-Blues. Es gibt wohl kaum jemanden, den nicht ein wenig Wehmut beschleicht, wenn die Tage spürbar kürzer werden. Gedanken an näher rückendes Schmuddelwetter und Winterkälte stellen sich ein. Das beste Mittel dagegen: All die bunten Farben des Herbstes inszenieren und jeden schönen Tag genießen. Denn milde Tage für Garten, Balkon und Terrasse gibt es bis weit in den Oktober hinein. Sogar im November kann es noch warm genug sein für den Latte Macchiato in der Mittagssonne. Viele Wochen also, in denen frische Herbstfarben Laune machen.

Mit frischen Blüten gegen den Herbst-Blues

Bildunterschrift: Gute Laune machen die frischen Farben von Alpenveilchen, Besenheide, Fetter Henne und Gräsern. (Bildnachweis GMH)

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Erika und Besenheide (Calluna) leuchten in den Farben Purpur, Rosa, Rot und Weiß. Seit einigen Jahren stehen ihnen Alpenveilchen zur Seite, die auf der gleichen Farbpalette spielen. Wer beide zusammenpflanzt, erfreut sich an dem Kontrast zwischen Zweiglein voll winziger Blütchen auf der einen und großen klaren Blumen auf der anderen Seite. Die Chrysanthemen beanspruchen den Part der warmen Farben von Gelb über Orange und Rot bis hin zu Kupfer und Braun für sich. Sie wirken prächtig, ob als dicke, voluminöse Blütenkugeln im Kübel, flächig gepflanzt, in Schalen und Kästen gesetzt oder im hübschen Übertopf auf den Tisch gestellt. Die Farbe Blau liefern die Astern, mit vielen Sorten in Blau- und Violettnuancen, aber auch in Rosa und Pink. Für Töpfe, Schalen und Gefäße eignen sich die niedrigen Kissenastern. Ausgepflanzt im Garten reflektieren auch die hohen Astern das Himmelsblau sonniger Herbsttage.

Neben den Klassikern macht eine zunehmende Zahl von weiteren herbstlichen Pflanzenakteuren auf sich aufmerksam. Die Fetthenne (Sedum telephium) gefällt durch große, flache Blütendolden, die sich aus einer Vielzahl winziger rosa, purpurner oder weißer Blütchen zusammensetzen. Die Bleiwurz (Ceratostigma plumbaginoides) blüht Strahlendblau über lebhaft grünem Laub, das sich mit zunehmender Kühle zu Rot wandelt. Andere liefern sanftes Silbergrau wie Silber-Strohblume (Helichrysum thiantschanicum), grauer Lavendel (Lavandula lanata) oder graue Heiligenblume (Santolina chamaecyparissus). Wieder andere wetteifern um die schönsten bunten Blätter wie Heuchera in Zitronengelb, Orange, Purpurblau, Purpurschwarz, Violett oder Silbergrün. Kalmus und Seggen liefern elegant gebogene Halme in Grün, Grünweiß, Gelbweiß oder Braun und Polster-Sedum lassen gelbe, graue, schokobraune und braungrüne Matten über Gefäßränder fließen. Eigentlich ist es wie im Sommer: Die Qual der Wahl ist wieder groß und die Möglichkeiten zu kombinieren sind riesig.

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