(GMH/FGJ) Großmutters Liebling kommt wieder in Mode: Die gute alte Geranie wird gerade von jungen Menschen neu entdeckt. Denn die blühfreudige Pflanze (die Gärtnerbezeichnung lautet Pelargonie) ist sehr pflegeleicht. Zudem kommen Geranien mit einer Vielfalt an Wuchsformen und Blütenfarben alles andere als altbacken daher.

Geranien versprechen Blüten ohne Ende den ganzen Sommer hindurch

Bildunterschrift: Rot ist immer noch die beliebteste Blühfarbe bei Geranien. Neu hingegen ist die halbhängende, kompakte Wuchsform. (Bildnachweis: GMH/FGJ)

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Es sprechen also viele Argumente für Geranien als Sommerbepflanzung von Kästen, Kübeln und auch Beeten:

Wenig Pflege: Geranien vertragen pralle Sonne und hohe Temperaturen ohne gleich zu vertrocknen. Auch längere Regenphasen machen Geranien wenig aus, solange das Wasser ablaufen kann. Als einzige Pflege empfiehlt sich gelegentliches Abzupfen von Verblühtem. Bei aufrecht wachsenden Geranien fallen die Blüten nicht ab. Das hat den Vorteil, dass sie den Boden nicht verdrecken.

Neue Züchtung: So genannte halbhängende Geranien haben von zwei Sorten die besten Eigenschaften mitbekommen. Von den stehenden Geranien stammen die großen Blüten. Sie produzieren unermüdlich neue Knospen. Blühpausen gibt es nicht mehr – halbhängende Geranien zeigen durchgehend von Mai bis Oktober ihre üppige Pracht. Das robuste Laub haben sie hingegen von den Hängegeranien vererbt bekommen. Zum einen verbrennt es nicht in der prallen Sonne. Zum anderen ist es selbst bei anhaltend feuchter Witterung widerstandsfähig gegen Pilze und andere Krankheiten. Außerdem wachsen halbhängende Geranien sehr schnell. Damit hat sich das Problem erledigt, dass Geranien in Kästen und Kübeln von anderen Blühpflanzen wie Petunien überwuchert werden können. Halbhängende Geranien bleiben trotz ihrer Wuchskraft recht kompakt.

Neue Farben: Die beliebtesten Geranien-Blüten sind immer noch Rot. Die klassische Farbe für Balkongeranien gibt es heute in allen Nuancen zwischen sehr hell und sehr dunkel. Beliebt sind auch die klassischen Farben Rosa und Weiß. Dank der Züchter ist die Farbpalette für Geranien noch nicht erschöpft. Voll im Trend sind derzeit Signalfarben, wie Pink und Violett. Außerdem gibt es Blüten in Modefarben wie Lachs, Dunkellila sowie Flieder. Immer beliebter werden auch so genannte geäugte Geranien: Eine am Rand schneeweiße Blüte geht in eine rote Mitte über oder eine pinkfarbene Mitte zerfließt mit einem rosa Rand.

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Geranien richtig pflanzen

Wer zu Anfang der Saison die Geranien richtig pflanzt, hat länger Freude daran. Die Pflanzen brauchen Luft an der Wurzel, deshalb darf die Erde nicht zu fein sein. Wer in hochwertige Geranienerde aus dem Fachhandel investiert, bekommt es in Blüten zurück gezahlt. Sehr empfindlich sind Geranien gegen Übernässung. Deshalb empfehlen Geranienprofis den Balkonkasten, Pflanzkübel oder Topf unten mit Steinen auszulegen. Wenn es tagelang regnet, muss gewährleistet sein, dass das Wasser richtig ablaufen kann. Auch sollte das Pflanzgefäß nicht zu klein gewählt werden. Je mehr Platz Geranien haben, desto stattlicher werden sie. In einem Balkonkasten mit einem Meter Länge sollten höchstens sieben Pflanzen wachsen.

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