(GMH/BDC) Lange Zeit merkt man es nicht, wenn die Knochen brüchiger werden. Still schreitet der Calcium-Abbau voran und die Dichte der Knochen nimmt ab. Schmerzen treten erst auf, wenn der Knochenschwund, die Osteoporose, weit entwickelt ist. Dann brechen Knochen häufig schon bei Alltagsbewegungen. Die Wirbel sind oft davon betroffen, aber auch Becken, Oberschenkel und Oberschenkelhals, Handgelenke und Oberarme. Neben den heftigen Schmerzen und dem langwierigen Heilungsprozess, die damit einhergehen, sind vor allem die Brüche problematisch, die ältere Menschen länger ans Bett fesseln. Dann ist die Gefahr groß, dass sie nie wieder mobil werden.

Mit Pilzen Osteoporose mindern

Bildunterschrift: Bewegung und eine gesunde Ernährung stärken die Knochen. Dank ihres Kalzium- und Vitamin D-Gehaltes können Pilze auf dem Speiseplan hierbei einen wertvollen Beitrag leisten. (Bildnachweis: GMH/BDC)

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7,8 Mio. Menschen in Deutschland, das ist knapp jeder zehnte Bundesbürger, leiden an Osteoporose. 80 % davon sind Frauen. Bis zur Menopause schützt sie das natürlich im Körper gebildete Östrogen vor dem übermäßigen Knochenabbau. Nach den Wechseljahren verringert sich dieser Schutz. Bewegungsarmut, Mangelernährung, Rauchen, Alkohol, starker Kaffeekonsum, längerfristige Behandlungen mit Kortison und anderen Medikamenten sind weitere Ursachen für den Knochenschwund.

Zum Glück lässt sich viel dagegen tun – je früher, desto besser. Bewegung ist ganz wichtig. Nur Knochen, die durch Belastung zum Beispiel beim häufigen Gehen, Laufen, Tanzen, Fahrrad-Fahren, Gymnastik gefordert sind, sind stark. Wer sich bereits in der Jugend viel bewegt und auch als Erwachsener aktiv bleibt, hat die besten Chancen ohne Knochenprobleme durchs Leben zu kommen. Wer sich dagegen nicht oder kaum bewegt, der schwächt seine Knochen.

Eine ebenso große Rolle spielt die gesunde Ernährung, die den Körper das ganze Leben hindurch mit reichlich Kalzium und Vitamin D versorgt. 1000 mg Kalzium pro Tag sollten es schon sein. Grünes Gemüse sorgt u.a. dafür, dass die Zahl erreicht wird. Auch Pilze steuern ihren Teil zur Calcium-Versorgung bei. Noch wichtiger aber ist ihr hoher Gehalt an Vitamin D. Dieses Vitamin steuert die Calcium-Aufnahme aus dem Magen-Darm-Trakt, reguliert den Calcium-Stoffwechsel und fördert den Calcium-Einbau in die Knochen. Zwar kann der Körper das Vitamin unter Sonnenbestrahlung selbst herstellen. Aber im Winter reicht das nicht und erst recht nicht bei Menschen, die sich überwiegend drinnen aufhalten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt daher, 5 μg pro Tag über die Ernährung aufzunehmen. Das gelingt mit fettem Fisch, Leber, Eiern und nicht zuletzt mit Pilzen wie Champignon, Austernpilz oder Shiitake. 100 g Champignons beispielsweise, also eine gute Handvoll, liefern bereits 2 μg Vitamin D. Wer Pilze eingehüllt in ein Omelett isst, als Beilage zu einem Stück Thunfisch oder sich eine reine Pilzmahlzeit gönnt, hat schon alles für seine Vitamin D-Versorgung getan. Der Austernpilz kann sogar noch mehr als der Osteoporose vorzubeugen. Er entspannt Muskeln und Sehnen, stärkt die Gelenke und lindert so Schmerzen, egal ob durch poröse Knochen oder andere Ursachen entstanden. In China weiß man das schon lange. Dort gehört zu einer Hexenschuss-Therapie ganz selbstverständlich der Austernpilz.

Viele weitere interessante Informationen zu Speisepilzen, natürlich auch eine umfangreiche Sammlung an Rezepten und Rezeptvideos, finden Sie auf der Website www.gesunde-pilze.de.

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