(GMH) Jeder wünscht sich einen Beruf, in dem er sinnvolle Arbeiten mit Freude erledigen kann. Insbesondere im Umweltschutz sehen viele junge Menschen eine solche Aufgabe. Sich für den Erhalt des Regenwaldes zu engagieren gilt als Traumjob. Damit bis ins Alter Geld verdienen können allerdings nur wenige. Wer eine fundierte Basis für eine lebenslange Beschäftigung im Umweltschutz haben will, sollte eine Ausbildung als Gärtner machen. In vielen Tätigkeitsfeldern sorgen Gärtner dafür, dass unsere Welt ein Stückchen grüner, lebenswerter und nachhaltiger wird.

Gärtner – die grünen Umweltschützer in einem modernen Beruf

Bildunterschrift: In seiner Ausbildung erlangt der Gärtner umfangreiche Pflanzenfachkenntnisse, die er bei vielen Tätigkeiten als grüner Umweltschützer einbringen kann. (Bildnachweis: GMH)

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Gärtnerwissen ist wertvoll

Gärtner arbeiten täglich mit der Natur und nehmen dabei Einfluss auf die Gestaltung der Umwelt. Boden, Wasser, Luft und Lebensgemeinschaften von Pflanzen sind im Gartenbau Grundlage für Produktion und Dienstleistung. Entsprechend wichtig ist das Verständnis für Zusammenhänge. Dieses Gärtnerwissen ist umso wertvoller, als dass das öffentliche Interesse an der Arbeit mit Pflanzen stetig steigt. Schrebergärten sind wieder in Mode, und dank „Urban Gardening“ entwickeln Städter Spaß am Pflanzen, Gießen und Ernten. Die Professionalität von Gärtnern ist hier mehr denn je gefragt, sei es bei der Bewertung von Böden und Standorten für den Gemüseanbau, der richtigen Pflanzenauswahl für eine Bienenwiese oder der ökologischen Gestaltung von Flächen, die ihren natürlichen Charakter verloren haben.

 

Umweltschutz gelingt in vielen Bereichen

Ein Arbeitsfeld für gärtnerische Umweltschützer ist die Dach- und Fassadenbegrünung. Pflanzen verbessern in dicht bebauten Städten die Lebensqualität, da sie Staub filtern, Verdunstungskälte abgeben und Schatten spenden. Raumbegrüner beeinflussen mit Hilfe von Zimmerpflanzen das Klima in Bürogebäuden und tragen dazu bei, dass Menschen sich wohl fühlen und gesund bleiben. Der Garten- und Landschaftsbau wandelt verdichtete Brachflächen wieder in lebendige Gärten um, an denen sich Menschen direkt vor ihrer Haustür erfreuen können. Friedhofsgärtner sorgen mit ihrer Arbeit nicht nur dafür, dass Menschen in Würde bestattet werden und Angehörige trauern können. Friedhöfe mit ihren Baumbeständen sind zudem Grünoasen in den Städten. Fachkräfte in Baumschulen und Staudengärtnereien züchten Pflanzen, mit denen sich auch Biotope und Parks anlegen, Straßen begrünen und Obst anbauen lassen. Zierpflanzengärtner in modernen Produktionsbetrieben ziehen umweltschonend Pflanzen für Beet, Terrasse und Balkon heran. Gärtner beraten Kunden beim Pflanzenkauf und bereiten so Menschen mit ihren Blüten Freude und bringen ihnen die Natur ein Stück näher.

Mehr Informationen über den Beruf Gärtner finden sich auf der Internetseite www.beruf-gaertner.de. Außerdem findet ein reger Austausch zum Beruf unter www.facebook.com/beruf.gartner statt.

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Gärtner arbeiten nach Umweltleitlinien

Das Selbstverständnis des modernen Gartenbaus beruht auf einem verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt. Düngung, Pflanzenschutz und Energienutzung orientieren sich am Prinzip der Nachhaltigkeit. 1995 hat der Zentralverband Gartenbau e.V. erstmals umfassende Umweltleitlinien formuliert. Er nimmt darin Stellung zu allen relevanten Umweltbereichen und schafft für die Beschäftigten im Gartenbau konkrete Handlungsgrundlagen, an denen sie sich orientieren können. So sind Gärtner beispielsweise beim Einsatz neuer Pflanzenschutzverfahren Vorreiter. Der Einsatz von Nützlingen und die Züchtung toleranter und resistenter Sorten sind im Gartenbau weit entwickelt. So leisten Gärtner ein Stück aktiven Umweltschutz.

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