(GMH/LVR) Neuen Züchtungen ist es zu verdanken, dass Blumenkästen und Pflanzkübel in der dunklen Jahreszeit nicht mehr langweilig aussehen müssen. Durch Kombinationen aus blühenden Stauden und Gehölzen lassen sich kleine Landschaften für Balkon und Terrasse erschaffen. Sie spiegeln den Wechsel der Jahreszeiten wider und bleiben bis in den Frühling hinein schön.

Kleine Landschaften schaffen eine Herbstkulisse auf Balkon und Terrasse

Bildunterschrift: Kleine Gehölze wie buntlaubige Stechpalme (Ilex) eignen sich gut als Mittelpunkt einer Herbstpflanzung für Kästen und Kübel. (Bildnachweis: GMH)

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Kompakte Gehölze machen es möglich

Die bunte Laubfärbung dient als Vorbild für eine moderne Herbstbepflanzung. Blätter und Blüten in warmen Tönen, sowie Beeren und Früchte lösen eintöniges Tannenreisig oder gar nackte Erde in Blumenkästen und Pflanzkübeln ab. Das Sortiment ist in den vergangenen Jahren enorm gewachsen. Zierpflanzengärtner im Rheinland hatten es sich zur Aufgabe gemacht, es um kleinwüchsige, kompakte Gehölze und Stauden für Balkon und Terrasse zu erweitern, die einen Blickfang in der kalten Jahreszeit bilden. Dafür arbeiteten sie eng mit dem Versuchszentrum Gartenbau Straelen an der niederländischen Grenze zusammen. „Inzwischen gibt es eigentlich das komplette pflegeleichte Herbstsortiment auch in kleiner Form für den Balkonkasten“, erklärt Ingenieur Peter Tiede-Arlt.

Als Mittelpunkt einer Pflanzung eignen sich insbesondere Gehölze. Stechpalme (Ilex) sind immergrüne Sträucher. Ob buntlaubig, grün, gelb oder auch ganz stachellos, die schnittverträglichen Sträucher sind robuste Blickfänger im Kasten und Kübel. Auch laubabwerfende Bäume in Kleinformat eignen sich gut für Pflanzgefäße. Japanischer Ahorn (Acer palmatum) besticht durch seine typische Herbstlaubfärbung. Sorten mit rötlicher oder gelblicher Rinde wirken auch im Winter ohne Blätter. Eines haben alle gemeinsam: Werden die mehrjährigen Pflanzen zu groß für Kasten oder Kübel, können sie zum weiter wachsen in den Garten gepflanzt werden.

Stauden und Herbstklassiker sorgen für Blüten im Winter

Kombiniert werden sollten kleine Gehölze für eine Herbstpflanzung mit buntlaubigen oder blühenden Stauden. Viele neue Blattfarben sind beim Purpurglöckchen (Heuchera) hinzugekommen. Von Limettengrün bis Dunkelrot reicht das Farbspektrum.

Herbstklassiker sind Chrysanthemen (Chrysanthemum) und Heidekräuter (Erica), die es inzwischen auch mit gefüllten Blüten gibt. Wegen ihrer gelborangenen Blüten und roten Beeren sollte kleinwüchsiges Johanniskraut (Hypericum) in keiner Herbstpflanzung fehlen. Bestens für den Balkon eignen sich neue Alpenveilchen-Züchtungen (Cyclamen), die kompakt wachsen und sogar leichten Frost vertragen. Sie können später im Jahr gegen blühende Christrosen (Helleborus niger) ersetzt werden. Auch mit Hornveilchen (Viola cornuta) lassen sich gut Lücken schließen, denn sie wachsen den Winter hindurch und blühen in vielen neuen Farbvarianten bis in den Sommer hinein.

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[Kastenelement]

Vor der Wintersonne schützen

Besonders trockener Frost mit Sonnenschein setzt den Pflanzen im Winter zu. Wenn der Boden gefroren ist, können die Pflanzen kein Wasser aufnehmen, verdunsten aber dennoch Wasser über die Blätter. Damit sie nicht vertrocknen, sollten sie deshalb vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Dies ist wichtiger, als den Erdballen als Schutz gegen Frost einzuwickeln, rät das Versuchszentrum Gartenbau am Niederrhein.

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