Zusatzbilder zu Artikel: Schmetterlinge fördern – Stauden als Nahrungsquelle
Buffet in Pink: Purpursonnenhut (Echinacea purpurea) gehört mittlerweile zu den beliebtesten sommerblühenden Stauden und wird auch von Schmetterlingen häufig angeflogen. Hier saugt ein C-Falter den süßen Nektar aus der Sorte ‚Rubinstern‘. Er blüht von Juli bis September und wächst rund einen Meter hoch. Wie alle Vertreter dieser Art fühlt sich die Sorte an vollsonnigen Standorten mit einem frischen Boden wohl. (Bildnachweis: GMH/Andre Stade)Unterschätzte Schönheit: Disteln sind nicht nur wichtige Nahrungspflanzen für Insekten, sondern Schmuckstücke im Garten. An eher feuchten und sonnigen Standorten gedeiht die Purpur-Kratzdistel (Cirsium rivulare). Die Sorte ‚Atropurpureum‘ blüht im Juli und August in einem ungewöhnlich intensiven Purpurrot. Neben Schmetterlingen, wie dem Tagpfauenauge, lockt sie auch Schwebfliegen und diverse andere Insekten an. (Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)Weiß fliegt auf Blau: Im Schlund seiner blauvioletten Lippenblüten bietet der Steppen-Salbei (Salvia nemorosa) Nektar. Hier saugt ein Kleiner Kohlweißling die süße Nahrung. Neben dieser Art gehören auch andere Vertreter der Weißlinge, wie der Zitronenfalter zu den Stammgästen auf dieser Staude. Abgesehen von Schmetterlingen locken sie mit der trockenheitsverträglichen Art zahllose Hummeln und Bienen in den Garten. Die Blütezeit im Juni wird meist vom sonoren Summen dieser Gäste begleitet. (Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)Daniel Müller beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit Schmetterlingen. Der Biologe arbeitet in einem Planungsbüro in Monreal, rund 40 km westlich von Koblenz und betreut unter anderem verschiedene Arten- und Naturschutzprojekte im Norden von Rheinland-Pfalz. Als Mitautor der Roten Liste der Tagfalter und Widderchen Deutschlands widmet er sich auch in seiner Freizeit der Erforschung und dem Schutz einheimischer Schmetterlinge. (Bildnachweis: Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz)Besuchermagnet: Patagonisches Eisenkraut (Verbena bonariensis) gehört zu den kurzlebigen Stauden, sät sich aber selbst aus und bereichert den Garten daher länger als nur einen Sommer. An sonnigen und eher trockenen Standorten keimt sie und blüht zwischen Juli und Oktober auf. Neben Tagpfauenaugen fliegen diverse Falter auf ihre fliederfarbenen Blüten. Auch der Schwalbenschwanz wird hin und wieder auf ihr gesichtet. (Bildnachweis: GMH/ Staudengärtnerei Gaißmayer)Bescheidene Multitalente: Gewöhnlicher Dost (Origanum vulgare) zieht ungewöhnlich viele Schmetterlinge, Wildbienen und andere Insekten an. Hier saugt ein Kaisermantel-Weibchen Nektar aus den Blüten. Ebenfalls häufiger Gast dieser Art sind Bläulinge und Ochsenaugen. Die heimische Wildstaude ist nicht nur für die Tierwelt wertvoll, sondern liefert auch aromatische Blättchen für die Küche und verströmt angenehmen Oregano-Duft. Die Weinraute (Ruta graveolens) im Hintergrund hat bereits im Mai und Juni geblüht und zählt ebenfalls zu den Insektenweiden. Abgesehen davon ist diese Heil- und Gewürzpflanze eine der Nahrungspflanzen für die Raupen des Schwalbenschwanzes. (Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)Wertvoller Blaumacher: Natternkopf (Echium vulgare) blüht in einem leuchtenden Blauton und gehört für Schmetterlinge und Wildbienen zu den attraktivsten Pflanzen im Garten. Hier saugt gerade ein Distelfalter honigsüßen Nektar. Gut möglich, dass Sie auch Schwalbenschwanz, Tagpfauenauge, Taubenschwänzchen oder andere Arten an seinen Blüten beobachten können. Da die Pflanze zu den Zweijährigen gehört, wird Verblühtes nicht abgeschnitten. Wer die Samen ausreifen lässt, gibt ihr die Gelegenheit zur Selbstaussaat. An einem sonnigen Standort fühlt sich die heimische Art wohl und blüht zwischen Mai und August auf. (Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)Später Nektarspender: Dass Wasserdost (Eupatorium) feuchte Standorte bevorzugt, verrät sein deutscher Name. An sonnigen bis halbschattigen Plätzen wächst er je nach Art und Sorte 200 cm hoch und blüht von August bis Oktober. Die hier gezeigte Sorte ‚Baby Joe‘ bleibt mit rund 60 cm ungewöhnlich kompakt. Unabhängig von der Wuchshöhe zieht Wasserdost Schmetterlinge an. Außer dem Admiral saugen unter anderem Distelfalter, Landkärtchen oder das Große Ochsenauge Nektar aus seinen Blüten. (Bildnachweis: GMH/Andre Stade)Süßer Teppich: Wenn Thymian ab Juni blüht, gehört er für Schmetterlinge dank seines Nektars zu den Attraktionen im Garten. Das gilt nicht nur für den Kleinen Fuchs, sondern für viele weitere Falter, wie die Vertreter der Bläulinge oder Ochsenaugen. Polster-Thymian (Thymus praecox var. pseudolanuginosus) wächst an sonnigen und eher trockenen Standorten zu dichten Matten heran und eignet sich dank seiner Genügsamkeit für Dachbegrünungen. Auch die diversen anderen Arten und Sorten des Thymians ziehen zur Blütezeit Schmetterlinge an. (Bildnachweis: GMH/Andre Stade)Robuster Nektarspender: Spornblumen (Centranthus ruber) sind mit ihren meist roten und auf rund 70 cm hohen Stielen sitzenden Blüten kaum zu übersehen. Etwas dezenter zeigt sich die weiße Sorte ‚Albus‘. Unabhängig von der Farbe zieht die Staude zwischen Juni und September Schmetterlinge an. Hier hat sich ein Kleiner Fuchs niedergelassen und kann aus den bereits geöffneten Einzelblüten Nektar saugen. Taubenschwänzchen gehören ebenfalls zu den Stammgästen an dieser trockenheitsverträglichen Staude. (Bildnachweis: GMH/Andre Stade)Späte Nahrung: Hier tankt ein Admiral Nektar an einer Herbst-Aster. Mit ihrer Blüte gegen Ende der Saison, im September und Oktober, gehören diese Stauden zu den besonders wertvollen Arten für den Edelfalter. Der ursprünglich aus Südeuropa stammende Wanderfalter überwintert mittlerweile auch in Mitteleuropa. Findet er ausreichend Nahrung, erhöhen sich die Chancen für das Überstehen der kalten Jahreszeit. Für die Raupen dieses Falters gehören Brennnesseln zu den wichtigsten Nahrungspflanzen. Bildnachweis: GMH/Bettina Banse