Zusatzbilder zu Artikel: Ausprobieren statt ignorieren – Stauden nach Lebensbereichen wählen
Frisch entrollt: Straußen- oder Trichterfarn (Matteuccia struthiopteris) sorgt mit seinen nach oben ragenden Wedeln ab dem Frühling für tropische Üppigkeit unterhalb von Gehölzen. Wenn der Boden an diesen schattigen bis halbschattigen Standorten frisch bis feucht ist, fühlt sich diese wüchsige Art dort oder am Rand von Gehölzen bestens aufgehoben. Die Lebensbereiche Gehölz und Gehölzrand sagen auch den im Vordergrund wachsenden Elfenblumen (Epimedium x perralchicum) zu. Hier bedeckt die Sorte ‘Frohnleiten’ den Boden, die nicht nur schön, sondern auch praktisch ist: Die wintergrüne Staude lässt das Herbstlaub von sommergrünen Gehölzen unter ihrem dichten Blätterteppich förmlich verschwinden. Sie zählt zu den Arten, die deshalb „Laubschlucker“ genannt werden. (Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)Familienbetrieb: Bei „Stauden Panitz“ arbeitet mittlerweile schon die dritte Generation. Gärtnermeister und Betriebsleiter Arno Panitz hat das „Gärtner-Gen“ weitergegeben und auch seinen Sohn Max für diesen Beruf begeistert. Arno Panitz selbst hat den 1960 von seinen Eltern gegründeten Betrieb bereits vor über 35 Jahren übernommen. „Stauden Panitz“ liegt in Rottenburg an der Laaber, rund 50 km südlich von Regensburg. Die idyllische und etwas abgeschiedene Lage am Waldrand ändert nichts daran, dass es sich um eine der wichtigsten Adressen der Branche handelt. Auf rund vier Hektar Fläche kultiviert die Familie Panitz mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Stauden für sämtliche Lebensbereiche. (Bildnachweis: GMH/Marion Nickig)Im und am Wasser: Diese beiden Stauden bevorzugen unterschiedliche Lebensbereiche, wachsen hier aber nicht weit voneinander entfernt: Herzblättriges Hechtkraut (Pontederia cordata) gedeiht im Lebensbereich Wasser, genauer in sonnig gelegenen Flachwasserzonen mit einer Tiefe zwischen 10 und 30 cm. Seine blauen Blütenkerzen schmücken den Teichrand ab Juni. Den Hintergrund bildet das Blattwerk des Schildblatts (Darmera peltata). Es wurzelt nicht im Wasser, gedeiht aber in den sumpfigen Böden am Wasserrand oder auf feuchten bis nassen Freiflächen, die sonnig bis halbschattig liegen. (Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)Leuchtfeuer: Ihr deutscher Name Fackellilie verspricht nicht zu viel. Die Gattung Kniphofia ist mit ihren bis zu 90 cm hoch ragenden Blütenkerzen ein Hingucker. Damit Sie sich über diesen Anblick zwischen Juli und September freuen können, braucht sie einen vollsonnigen Standort. Der Boden kann trocken bis frisch sein. Da Fackellilien fleischige Wurzeln bilden, die bei Nässe faulen könnten, sollte der Boden durchlässig sein. Dann sind sie sowohl im Lebensbereich Beet, als auch auf Freiflächen gut aufgehoben. (Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)Blaumacher: Einmal eingewachsen, können Sie die Gießkanne mit diesem Duo getrost einmotten. Die beiden Arten überstehen Trockenphasen sehr gut und sind auf Freiflächen gut aufgehoben: Volle Sonne und ein trockener bis frischer und vor allem durchlässiger Boden sagen dem Kleinen Mannstreu (Eryngium zabelii) ebenso zu wie dem Lavendel (Lavandula angustifolia). Zur Blütezeit lockt dieses Paar zudem zahllose Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten an. (Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)Optimismus zum Einpflanzen: Sonnenhut muss man einfach mögen. Dass er volle Sonne als Standort mag, überrascht beim Anblick seiner Blüten nicht. Der hier gezeigte Rudbeckia fulgida ‘Early Bird Gold’ blüht schon ab Juni und bis weit in den Herbst hinein. Mit rund 60 cm Wuchshöhe bleibt diese Züchtung etwas kompakter als andere Vertreter der Gattung. Freiflächen mit frischen Böden sagen der hier mit Astern, Patagonischem Eisenkraut und Gräsern kombinierten Sorte zu. Die „Gute-Laune-Staude“ ist darüber hinaus ein geeigneter Kandidat im Lebensbereich Beet. (Bildnachweis: GMH/Andre Stade)Ein klarer Fall: Niemand würde auf die Idee kommen, Seerosen (Nymphaea) auf dem Trockenen sitzen oder wachsen zu lassen. Dass sie zum Lebensbereich Wasser gehören, ist offensichtlich. Genauer gesagt, handelt es sich um eine Schwimmblattpflanze. Sie wurzelt am Teichboden, während ihre Blätter überwiegend auf der Wasseroberfläche liegen und dort Sonne tanken. Welche Art für den jeweiligen Teich oder das Becken infrage kommt, hängt von dessen Tiefe ab. Wüchsige Seerosen wurzeln in tieferen Wasserzonen als kleine Formen. Im Gartenteich werden sie meist in Pflanzkörbe gesetzt, die auf dem Boden stehen und mit Steinen beschwert sind. (Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)Nasse Füße: Seinen bevorzugten Lebensbereich verrät das Sumpf-Mädesüß (Filipendula ulmaria) schon im Namen: Es ist am Gewässerrand gut aufgehoben, gedeiht aber auch auf Freiflächen, wenn der Boden dort feucht ist. Diese Standorte sagen auch dem Blut-Weiderich (Lythrum salicaria) und der Sumpfschwertlilie (Iris pseudacorus) zu. Letztere ist im Sommer schon verblüht, setzt mit ihren spitz zulaufenden Blättern dafür einen sehenswerten Kontrast zu den weißen Blütenwölkchen des Mädesüß. (Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)Grün auf Grau: Auf den ersten Blick wirkt es, als ob der Polster-Thymian (Thymus praecox) an diesem trockenen Standort in einer lebensfeindlichen Steinwüste wachsen würde. Dabei verbirgt sich unter dem Gestein ein durchlässiger Boden, der sich gut durchwurzeln lässt. Genau das macht der Thymian und bildet an sonnigen Standorten mit der Zeit duftende Matten. Die für Steinanlagen geeignete Art blüht im Juni und Juli und ist zu dieser Zeit ein Magnet für Wildbienen und andere Insekten. (Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)Blattschmuck unter Bäumen: Funkien (Hosta) und Wachsglocken (Kirengeshoma palmata) finden im Lebensbereich Gehölz mit halbschattigen Lichtverhältnissen und frischem Boden ideale Bedingungen. Auch die Waldsteinie (Waldsteinia) fühlt sich hier wohl und bedeckt den Boden mit ihrem Blätterteppich sogar im Winter. Der Vordergrund entspricht dem Lebensbereich Gehölzrand. Auch hier würde dieses Trio gut gedeihen. In diesem Beispiel wachsen hier Storchschnabel (Geranium) und Taglilien (Hemerocallis), die dort noch genug Licht bekommen und darüber hinaus auch für sonnige Freiflächen geeignet wären. (Bildnachweis: GMH/Andre Stade)Edelmetall: Der silbrig schimmernde Zier-Wermut (Artemisia absinthium ‘Lambrook Silver’) braucht vollsonnige Standorte, wie sie der Lebensbereich Freifläche bietet. Das gilt auch für den Berglauch (Allium senescens) und die buschig wachsende Färberhülse (Baptisia) im Vordergrund. Sie gedeihen in trockenen bis frischen Böden. Einmal etabliert, müssen sie nicht mehr gegossen werden. Kurze Phasen der Trockenheit übersteht auch der weiß blühende Sonnenhut (Echinacea purpurea). Da er ein wenig mehr Feuchtigkeit benötigt als seine Begleiter, sollte er nicht ganz austrocknen und bei Bedarf gegossen werden. Er könnte daher auch mit den etwas anspruchsvolleren Stauden im Lebensbereich Beet kombiniert werden. (Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)