Zusatzbilder zu Artikel: In guter Gesellschaft – Stauden als Rosenbegleiter
Als Diplom-Biologin und langjährige Leiterin der Rosenfreunde Ulm weiß Carmen Kreiser, welche Pflanzpartner gut zu Rosen passen. In der Staudengärtnerei Gaißmayer in Illertissen bei Ulm kümmert sie sich unter anderem um die Rosen und pflegt diese auch im Schaugarten der Gärtnerei. Ihr Praxis-Wissen zur Auswahl und Pflege von Rosen und ihren Begleitern gibt sie bei Führungen durch die Gärtnerei weiter. Termine unter: www.gaissmayer.de (Bildnachweis: GMH/Staudengärtnerei Gaißmayer)Sonnenschein im Beet: Schafgarben (Achillea) sind in vielen Farben zu haben. In Gelb pflanzen Sie mit Achillea filipendulina eine gesunde Portion Optimismus in den Garten. Ton in Ton mit ebenfalls in dieser Farbe blühenden Rosen strahlt dieses Beet bei jedem Wetter Heiterkeit aus. Positiv dürften das auch Wildbienen, Käfer und andere Insekten sehen: Die flachen Blütenstände der Schafgarben setzen nicht nur einen Kontrast zu den gefüllten Rosenblüten, sondern spenden Pollen und Nektar. (Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)Späte Sternstunde: Öfterblühende Rosen öffnen nach der Hauptblüte im Frühsommer bis in den Herbst neue Knospen. Dann stehen spät blühende Begleiter wie die diversen Herbst-Astern hoch im Kurs. Die hier gezeigte Pyrenäen-Aster (Aster pyrenaeus) ‘Lutetia’ öffnet ihre Knospen von August bis Oktober und passt mit ihren pastellvioletten Blüten gut zu rosafarbenen Rosen. Diese Aster wird rund 50 cm hoch und lässt ihrer Partnerin den nötigen Freiraum: Sie samt sich nicht aus und bildet keine Ausläufer. (Bildnachweis: GMH/Staudengärtnerei Gaißmayer)Blatt trifft Blüte: Die Prärielilie (Camassia leichtlinii) blüht im Mai und damit vor den meisten Rosen. Im Spätfrühling kommen die blauen Blütenkerzen kombiniert mit dem rötlichen Blattaustrieb der Rosen besonders gut zu Geltung. Prärielilien gehören zu den Zwiebelpflanzen, werden im Herbst gesteckt und fühlen sich an sonnigen Standorten mit frischen bis feuchten Böden wohl. An solchen Standorten etablieren sie sich und kommen Jahr für Jahr wieder.(Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)Eins mit Sternchen: Zwiebelblumen sind ideale Pflanzpartner zu Rosen und beanspruchen wenig Platz. Die silbrig schimmernden Blütenkugeln des Sternkugel-Lauchs (Allium christophii) ragen rund 50 cm hoch und zeigen sich im Frühsommer, der Hochzeit der Rosenblüte. Pflanzen Sie im Herbst am besten viele Zwiebeln des Zier-Lauchs. Dann können Sie einige der dekorativen Kugeln als Trockenblumen für die Vase ernten. Die übrigen bilden nach der Blüte Samenstände und bleiben der Rose weiterhin als Pflanzpartner erhalten. (Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)Traumpaar: Glockenblumen und Rosen passen optisch und in ihren Ansprüchen perfekt zusammen. Hier sind es die Blüten der Dolden-Glockenblume (Campanula lactiflora), die für das kräftige Pink der Rose einen blauvioletten Hintergrund bilden. Neben dieser rund 80 bis 100 cm hoch wachsenden Glockenblume bietet die vielseitige Gattung diverse weitere Arten, die kleiner bleiben und einen Blütenteppich zu Füßen der Rosen ausrollen. (Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)Ungleiches Paar: Lavendel und Rosen – diese klassische Kombination kann funktionieren, wenn Sie die unterschiedlichen Ansprüche der Partner berücksichtigen. Volle Sonne mögen zwar beide, doch der Boden für Lavendel (Lavandula angustifolia) sollte eher trocken und nährstoffarm sein. Rosen haben hingegen großen Appetit und werden ein- bis zweimal pro Jahr mit Dünger versorgt. Wächst Lavendel mit Abstand zur Rose und in einem Boden, der mit Splitt, Kalkschotter oder Kies abgemagert wurde, steigen die Chancen auf eine gemeinsame Zukunft. (Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)Für Beet und Vase: Der frischgrüne Flor des Frauenmantels (Alchemilla mollis) zeigt sich zeitgleich mit der Hauptblüte der meisten Rosen und wächst 30 bis 50 cm hoch. Wenn Sie gerne Blumensträuße binden, hat Frauenmantel ohnehin einen Platz im Garten verdient. Seine Blütenwölkchen begleiten Schnittblumen mit filigraner Leichtigkeit, die nicht nur Rosen ausgezeichnet steht. Damit sich die unkomplizierte Staude nicht aussamt, schneiden Sie die ganze Pflanze direkt nach der Blüte knapp über dem Boden ab. Sie reagiert auf diese rigorose Maßnahme mit einem frischen Blattaustrieb und bildet wieder kräftige Polster. (Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)Gemeinsame Zukunft: Steppen-Salbei (Salvia nemorosa) gibt mit seinen blauvioletten Blütenkerzen einen idealen Begleiter zu gelben und orangefarbenen Rosenblüten ab, lässt sich aber auch mit sämtlichen anderen Farben kombinieren. Er übersteht Trockenphasen gut und versorgt zur Blütezeit Wildbienen und andere Insekten mit Nektar und Pollen. Da sich einmal eingewachsene Rosen über ihre Pfahlwurzeln auch tiefer im Boden liegende Feuchtigkeit erschließen können, dürfte dieses Duo auch heiße und trockene Sommer gut überstehen. (Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)Erste Wahl: Lavendelblau passt bekanntlich perfekt zu sämtlichen Blütenfarben der Rosen. Als Hintergrund zu Gelb- und Orangetönen verschafft er der Königin der Blumen einen besonders wirkungsvollen Auftritt. Statt Lavendel blüht hier Katzenminze (Nepeta x fassenii) in dieser begehrten Farbe auf. Sie macht doppelt Freude: Wird sie direkt nach der ersten Blüte im Frühsommer knapp über dem Boden zurückgeschnitten, blüht sie im Spätsommer nochmals auf. (Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)Ideale Untertanen: Begleiten statt bedrängen – das ist bei der Auswahl der Pflanzpartner für Rosen wichtig. Kompakte Arten, wie Scheinwaldmeister (Phuopsis stylosa) und Schnittlauch (Allium schoenoprasum) werden nur 20 bis 30 cm hoch. Sie lassen sich daher auch mit kleineren Rosen wie den Beetrosen kombinieren. Scheinwaldmeister bildet mit der Zeit dichte Matten. Er ist somit eine ideale Staude für den Vordergrund und kaschiert den Übergang zwischen Beet und Weg. (Bildnachweis: GMH/Andre Stade)