Zusatzbilder zu Artikel: Stabile Stauden und Bonusblüten – der Trick mit dem frühen Schnitt
Dauerhafter Schmuck: Einmal eingewachsen, verlangen Hohe Fetthennen wie die hier gezeigte Sedum Telephium-Hybride ‚Matrona‘ nicht viel. An einem sonnigen Standort blühen sie zwischen August und Oktober auf, bieten Wildbienen und andere Insekten Nahrung und tragen anschließend den ganzen Winter über hübsche Samenstände. Ein über die ganze Staude verteilter Vorblüteschnitt steht ihr besonders gut und erhöht die Standfestigkeit. Das ist vor allem an nährstoffreichen Standorten wichtig, an denen die Stängel der Fetthennen höher wachsen und zur Blütezeit kippen könnten. (Bildnachweis: GMH/Andre Stade)Mit spitzer Klinge: Neue Triebe bilden sich aus den Blattachseln. Deshalb setzt die Schere hier rund einen Zentimeter oberhalb des verbleibenden Blattpaars an. Auf diese Weise bleibt der Blattansatz am Stiel unbeschädigt und die Chancen stehen gut, dass sich der Hohe Sommer-Phlox (Phlox paniculata) wie gewünscht an dieser Stelle verzweigt und wieder neue Blütenknospen bildet. (Bildnachweis: GMH/Staudengärtnerei Gaißmayer)Wandlungsfähig: Bei Kandelaber-Ehrenpreis (Veronicastrum virginicum) handelt es sich normalerweise um eine im wahrsten Sinne des Wortes überragende Staude, die in nährstoffreichen, frischen Böden durchaus 150 cm und höher werden kann. Nach einem Vorblüteschnitt kann sie aber auch anders, wie die Sorte ‚Adoration‘ beweist. Den beherzten Rückschnitt vor der Blüte hat sie offensichtlich gut vertragen und zeigt sich hier als kompakter Begleiter für das Sonnenauge (Heliopsis). (Bildnachweis: GMH/Andre Stade)Flotte Frisur: Die Blütenform der Indianernessel erinnert an einen frechen Haarschnitt. Würde Monarda fistulosa var. menthifolia ‚Mohikaner‘ feuerrot statt purpurrosa blühen, könnte sie glatt als Pumuckls Perücke durchgehen. Unabhängig von der Blütenfarbe steht sämtlichen Indianernesseln ein Rückschnitt vor der Blüte ausgezeichnet. Damit die im Juni und Juli blühende Staude bis in den August hinein blüht, kürzen Sie einen Teil der Triebe vor der Blüte um rund ein Drittel ein. (Bildnachweis: GMH/Staudengärtnerei Gaißmayer)Pastell plus Pink: Im Juli holt Hoher Sommer-Phlox (Phlox paniculata) Blütenpracht in den Garten. Wie schön, dass sich diese durch das vereinzelte Abschneiden der Triebe vor der Blüte verlängern lässt. Die hier gezeigte Sorte ‚Bright Eyes‘ kann sich mit ihrem dunklen Auge und den hellrosafarbenen Blütenrändern sehen lassen und zählt zudem zu den besonders robusten Züchtungen des Stauden-Klassikers. Bei einer empfehlenswerten Sorte wie ‚Bright Eyes‘ empfiehlt sich auch ein Rückschnitt direkt nach der Blüte. Dann bildet sie keine Samen und bleibt sortenrein erhalten. (Bildnachweis: GMH/Andre Stade)Daniel Pfeiffer weiß als Staudengärtner bei welchen Arten der Vorblüteschnitt alias Chelsea Chop möglich ist. Hoher Sommer-Phlox (Phlox paniculata) gehört dazu und zählt zugleich zu den Spezial-Sortimenten der Staudengärtnerei Gaißmayer. Pfeiffer ist seit 2020 gemeinsam mit Sarah Baur Geschäftsführer der in Illertissen, südlich von Ulm gelegenen Staudengärtnerei, die ihre nach Bioland-Kriterien kultivierten Pflanzen auch im Paket zu den Kunden liefert. (Bildnachweis: GMH/Marion Nickig)Sonnige Aussichten: Zwischen Juni und September verbreitet die Sonnenbraut (Helenium) Optimismus im Beet. Ohne Rückschnitt werden die meisten Sorten dieser für sonnige Standorte geeigneten Staude bis zu einem Meter hoch. Für den frühen Rückschnitt könnten Sie bei jeder Pflanze rund ein Drittel der Triebe um ein Drittel kürzen. Bei großen Beständen wie diesem könnten Sie auch einige der im vorderen Bereich wachsenden Stauden komplett einkürzen und später zum Blüten bringen. (Bildnachweis: GMH/Staudengärtnerei Gaißmayer)Luft nach oben: Dolden-Glockenblumen (Campanula lactiflora) – hier die Sorte ‚Sommerhimmel‘ – können durchaus einen Meter erreichen. Sie gedeihen auch an halbschattigen Standorten und am Gehölzrand. Je schattiger der Standort, desto eher bilden die Stauden lange Triebe. Hier lehnen die Glockenblumen an einer Leiter. Durch einen Rückschnitt vor der Blüte bewahren die Stauden auch ohne Stützen Haltung. (Bildnachweis: GMH/Staudengärtnerei Gaißmayer)Überragender Sympathieträger: Einjährige Sonnenblumen kennt jeder. Dass zur Gattung auch Stauden gehören, ist noch erstaunlich unbekannt. So wie die Riesen-Sonnenblume (Helianthus giganteus) ‚Sheila’s Sunshine‘, die ihre schwefelgelben Blüten ab September trägt und jedes Jahr wieder aufblüht. Sie kann bis zu drei Meter hoch wachsen und ist eine ideale Kandidatin für den Rückschnitt vor der Blüte. Damit die Blütezeit verlängert wird, empfiehlt es sich, einzelne Triebe um ein Drittel zu kürzen. Die so frisierten Stauden belohnen das mit einem langen Flor bis zum Frost. (Bildnachweis: GMH/Staudengärtnerei Gaißmayer)Stabile Blütenwolke: Selbst die ohnehin üppig blühenden Raublatt-Astern (Aster novi-belgii) spendieren nach einem Vorblüteschnitt zusätzliche Blüten. Nach dem Einkürzen der äußeren Triebe um rund ein Drittel verzweigen sie sich und bilden aus ihren Blattachseln weitere Knospen. Der frühe Schnitt verbessert zudem die Standfestigkeit und lässt sie Wind und Wetter besser trotzen. Bei hoch wachsenden Arten und Sorten der Herbst-Astern ist dieser Effekt besonders wertvoll. (Bildnachweis: GMH/Staudengärtnerei Gaißmayer)Sonnige Zugabe: Ab Juli vergoldet das Sonnenauge (Heliopsis helianthoides var. scabra) die Beete mit bis zu 140 cm hohen Trieben. Die hier gezeigte Sorte ‚Venus‘ gedeiht an sonnigen Standorten im Garten und liefert haltbare Schnittblumen für die Vase. Wenn Sie einen Teil der Triebe vor der Blüte um rund ein Drittel zurückschneiden, bildet die robuste Staude bis zum Herbst unermüdlich neue Blütenknospen. (Bildnachweis: GMH/Staudengärtnerei Gaißmayer)