Zusatzbilder zu Artikel: Pflanzenpracht bei wenig Arbeit – Stauden für Faule
Gekonnt kombiniert: Dieses Traumpaar könnte im April und Mai in den meisten Vorgärten aufblühen. Kaukasus-Vergissmeinnicht (Brunnera macrophylla) und Salomonssiegel (Polygonatum) bevorzugen halbschattige Standorte und einen leicht feuchten Boden mit hohem Humusanteil. Dann bleiben die beiden Ihrem Garten lange treu und sorgen für Raffinesse: Die weißen Blütenglöckchen des Salomonssiegels wirken wie Fontänen in einem Meer aus blauem Kaukasus-Vergissmeinnicht. Nach der Blüte entwickeln die Blätter der Brunnera ihre volle Schönheit und Größe und bedecken den Boden bis zum Frost. (Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)Andre Stade führt den 1950 gegründeten Familienbetrieb „Staudenkulturen Stade“ in Borken-Marbeck in dritter Generation. Viele der über 2.800 Arten und Sorten aus dem Sortiment machen bei wenig Aufwand viel Freude. Dazu zählt auch Japanisches Waldgras (Hakonechloa macra), das auf dem Foto für den frischgrünen Hintergrund sorgt. Wer nicht nur im Garten wenig Arbeit haben möchte, sondern auch beim Einkauf, kann unter www.stauden-stade.de online bestellen und sich die Pflanzen nach Hause liefern lassen.(Bildnachweis: GMH/Marion Nickig)Trendpflanze mit Zukunft: Noch vor wenigen Jahren war die Blauraute (Perovskia atriplicifolia) hierzulande eine Rarität. Mittlerweile gehört der Halbstrauch zum Sortiment vieler Gärtnereien, denn er trotzt Trockenheit und Hitze. An sonnigen Standorten mit durchlässigen Böden blüht die Blauraute ab August auf und wächst zu ansehnlichen Exemplaren von rund einem Meter Höhe heran. Im Hintergrund sorgen Taglilien (Hemerocallis) für ein freundliches Sonnengelb. Diese ebenfalls unkomplizierten Stauden brauchen zwar etwas mehr Feuchtigkeit als Blaurauten, überstehen vorübergehende Trockenheit aber gut. (Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)Ausdauernde Elfen: Vor den hoch aufragenden Wedeln des Trichterfarns (Matteuccia struthiopteris) bedecken die herzförmigen Blätter der Elfenblume (Epimedium) schon ab April den Boden. Ihr deutscher Name vermittelt Zartheit, dabei muss diese robuste Staude für den Gehölzrand wirklich nicht behütet werden. Gibt man ihr zwei bis drei Jahre Zeit zum Einwachsen, webt diese Staude an halbschattigen bis schattigen Standorten einen derart dichten Teppich, dass Unkraut Seltenheitswert hat. Die hier gezeigte Sorte ‚Frohnleiten‘ ist wintergrün und blüht im April in zartem Schwefelgelb. (Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)Mehr davon: Diese langlebige Staude gedeiht an halbschattigen und schattigen Standorten, toleriert Trockenheit, trägt große attraktive Blätter und bildet an ihren rund 60 cm hohen Stielen im Mai und Juni Knospen. Sobald sich diese öffnen, werden die duftenden Blüten von diversen Wildbienen und anderen Insekten angeflogen. Auch der zwischen Fuchsia, Burgunder und Braunrot changierende Farbton fasziniert und ist einen zweiten Blick wert. Lauter Pluspunkte und trotzdem ist die Großblütige Taubnessel (Lamium orvala) weitgehend unbekannt. Da diese Wildstaude anders als andere Nesseln keine Ausläufer bildet, können Sie dieser Seltenheit ruhig zu mehr Sichtbarkeit verhelfen und schattige Standorte ohne großen Aufwand aufwerten. (Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)Robuster Blaumacher: Mit rund 30 cm Wuchshöhe zählt die Steinsame (Buglossoides purpurocaerulea) zu den kleinen Stauden. Im Mai und Juni zieht sie mit dem leuchtenden Enzianblau ihrer Blüten den Blick auf sich. Wird sie in Gruppen von rund acht Exemplaren pro Quadratmeter gepflanzt, webt sie einen dichten Teppich, und zwar an Standorten, die als schwierig gelten: Unterhalb von Bäumen oder am Gehölzrand, wo der Boden tendenziell trocken und stark durchwurzelt ist, etabliert sich diese konkurrenzstarke Staude. (Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)Klassiker am Wegrand: Diese zwei Stauden wachsen nicht ohne Grund in vielen Gärten. Für einen derart üppigen und farbenfrohen Anblick im Frühsommer verlangen Katzenminze (Nepeta x faassenii) ‚Walkers Low‘ und Frauenmantel (Alchemilla mollis) nicht viel: Ein sonniger Standort in frischem Gartenboden lässt sie gut gedeihen, vorübergehende Trockenheit ist aber kein Problem. Schnell erledigt und empfehlenswert ist bei beiden Arten ein bodennaher Rückschnitt direkt nach der Blüte. Er verhindert nicht nur das Versamen: Beide treiben danach rasch wieder frisch durch und bilden attraktive, kompakte Polster. Die Katzenminze belohnt diesen überschaubaren Aufwand oft mit einer Nachblüte im Spätsommer. (Bildnachweis: GMH/Andre Stade)Fingerzeig in Zartrosa: Zwischen hoch aufragendem Wasserdost (Eupatorium) im Hintergrund und Hohen Fetthennen (Sedum x telephium) in der ersten Reihe bewahrt der Kerzenknöterich (Persicaria amplexicaulis) ‚Rosea‘ mittendrin Haltung und zieht mit seinen himmelwärts ragenden Blütenrispen vom Hochsommer bis zum ersten Frost die Blicke auf sich. Sonnige bis halbschattige Standorte mit leicht feuchten Böden sind ideales Terrain für diese unkomplizierte Staude. Wie schön, dass sehr viele Gärten diese Bedingungen bieten. Neben dieser hellrosafarbenen Sorte sind noch diverse weitere, weiß oder bordeauxrot blühende Züchtungen zu haben, die ähnlich unkompliziert sind. (Bildnachweis: GMH/Andre Stade)Mehrstöckiger Hingucker: Wie kleine Kronleuchter sind die Blütenquirle in mehreren Etagen an den rund einen Meter hohen Trieben des Brandkrauts (Phlomis russeliana) angeordnet. An sonnigen Standorten entwickelt es dichte und wintergrüne Blattrosetten, die den Boden abdecken und im Hochsommer ihre auffälligen Blütentriebe himmelwärts schieben. Einmal verblüht, entwickeln sich aus den Blüten Samenstände, die den ganzen Winter über attraktiv bleiben. (Bildnachweis: GMH/Andre Stade)Verlässlicher Begleiter: Natürlich blühen die diversen Vertreter der Gattung Storchschnabel (Geranium) je nach Art und Sorte auch in Weiß, Lila, Rosa oder sogar Rotbraun auf. Zu rosafarbenen Blüten wie der im Hintergrund aufblühenden Pfingstrose (Paeonia lactiflora) passen in Blautönen blühende Varianten wie dieser Pracht-Storchschnabel (Geranium x magnificum) besonders gut. An einem sonnigen bis halbschattigen Standort treibt diese Art zuverlässig aus und bedeckt mit ihren kompakten Polstern den Boden. Die Blütezeit im Mai und Juni macht den Pracht-Storchschnabel zudem zu einem idealen Begleiter für Rosen. (Bildnachweis: GMH/Andre Stade)Aber bitte mit Blüte: Funkien werden meist wegen ihrer Blätter gepflanzt. Die Vielfalt unterschiedlicher Grüntöne und Blattzeichnungen fasziniert. Die Blaue Gelbrand-Funkie (Hosta sieboldiana ‚Frances Williams‘) bietet mit ihren blaugrünen und frischgrünen gerandeten Blättern ein Beispiel für die Schönheit dieser Stauden. An einem halbschattigen bis schattigen Standort bedeckt ihr üppiges Blattwerk den Boden bis zum ersten Frost und lässt Beikraut kaum eine Chance. Bei aller berechtigten Begeisterung für die Blätter bleibt die Schönheit ihrer Blütenkerzen oft unerwähnt. Dabei können sich auch diese sehen lassen und zaubern im Hochsommer Lichtreflexe in die schattigeren Bereiche des Gartens. (Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)