Zusatzbilder zu Artikel: Staude des Jahres 2027: Sanguisorba – aus der Wiese in den Garten
Das Original: So sieht die heimische Art der Staude des Jahres aus. In der Natur wächst der Große Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) vor allem auf Feuchtwiesen. Weil diese Lebensräume immer seltener werden, ist es umso wichtiger, diese Wildstaude im Garten zu pflanzen. Das lässt sich machen, denn sie stiehlt den anderen Gartenstauden nicht die Show und ist gut kombinierbar: So wie in diesem Fall mit dem Kandelaber-Ehrenpreis (Veronicastrum). (Bildnachweis: GMH/Bernd Hertle)Mehr davon: Selbst in großen Gruppen wirken Wiesenknöpfe angenehm unaufdringlich und lohnen einen zweiten Blick. Bei Sanguisorba ‚Pink Tanna‘ fällt der im Aufblühen hübsche Farbverlauf von hellem zu dunklem Rosa auf. Im Vergleich zur kompakten ‚Tanna‘ wird diese Sorte rund dreimal so hoch: 150 cm Wuchshöhe sind durchaus drin. Wie alle Wiesenknöpfe trägt auch diese Sorte fein gefiedertes Laub, das ein wenig an die Blätter der Eberesche erinnert und das Beet vor und nach der Blüte schmückt. (Bildnachweis: GMH/Andre Stade)Großer Auftritt: Ja, auch das sind Wiesenknöpfe! Dabei könnte man beim Anblick der Sanguisorba-Hybride ‚Pink Brushes‘ fast glauben, dass es sich statt um Stauden um lebendige Wesen handelt, die gerade miteinander ins Gespräch vertieft sind. Im Juli und August können Sie sich über diesen außergewöhnlichen Anblick freuen. Selbst wenn Sie mit diesen illustren und rund 120 cm hohen Gartengästen nicht ins Gespräch kommen, für gute Unterhaltung ist mit dieser Sorte auf jeden Fall gesorgt. (Bildnachweis: GMH/Andre Stade)Kontrastprogramm: Selbst wenn die Gattung unter sich bleibt, wird es nicht langweilig, denn die Unterschiede sind enorm. Während die Sorte ‚Arnhem‘ mit ihren kleinen Köpfchen in Bordeauxrot unverkennbar aus Sanguisorba officinalis ausgelesen wurde, ist die genaue Herkunft der Sorte ‚Weihenstephan‘ unklar. In jedem Fall haben die flauschigen Blütenähren dieser Hybride einen unübersehbaren Auftritt und die Mischung aus natürlichem Charme und einem Schuss Extravaganz kann sich sehen lassen. (Bildnachweis: GMH/Bernd Hertle)Kunterbunt und heiter: Dieses Beet macht Laune und leuchtet dank Patagonischem Eisenkraut, Indianernessel, Steppen-Salbei und Sonnenhut in vielen Farben. Mittendrin: die fransigen Blütenstände der Wiesenknöpfe. Derart ungewöhnliche Blüten bieten Sorten, die mit dem Japanischen Wiesenknopf (Sanguisorba obtusa) und dem Koreanischen Wiesenknopf (Sanguisorba hakusanensis) verwandt sind – so wie ‚Pink Brushes‘ und ‚Lilac Squirrel‘. Sie ziehen mit ihren langen, rosafarbenen Staubgefäßen den Blick im Beet auf sich. (Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)Haltung zeigen: In schattigeren Beeten setzen weiß blühende Wiesenknöpfe Lichtreflexe. So wie die Sorte ‚Northern Lights‘, die trotz 120 cm Wuchshöhe standfest bleibt. Ebenfalls aufrecht ragen die Blütenkerzen der Astilben (Astilbe) himmelwärts. Sie setzen dafür einen farblich starken Kontrast. Ihre purpurrosa leuchtenden Fackeln heben sich vom eleganten Cremeweiß des Wiesenknopfs ab. (Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)Bienen-Buffet: Dass den Wiesenknöpfen die Blütenblätter fehlen, stört Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten überhaupt nicht. Die inneren Werte, also Pollen und Nektar, sind schließlich vorhanden. Kein Wunder, dass sämtliche Arten und Sorten zur Blütezeit im Hochsommer angeflogen werden. Hier stärken sich gerade zwei Bienen an Sanguisorba menziesii. (Bildnachweis: GMH/Staudengärtnerei Gaißmayer)Frühstarter: Dieser Wiesenknopf ist hierzulande noch relativ unbekannt. Falls Sie Sanguisorba menziesii in einer Staudengärtnerei entdecken, sollten Sie einen Platz im Beet reservieren. Seine auf rund 80 cm hohen Stielen sitzenden Blüten öffnet der aus Ostasien stammende Wiesenknopf schon ab Juni und bietet sich als Pflanzpartner für die zeitgleich blühende Sterndolde (Astrantia) an. (Bildnachweis: GMH/Staudengärtnerei Gaißmayer)Für die erste Reihe: Die Staude des Jahres gibt es auch eine Nummer kleiner. ‚Tanna‘ wird bis zu 50 cm hoch und ist damit eine kompakte Auslese des Großen Wiesenknopfs (Sanguisorba officinalis), der in diesem Fall gar nicht so groß ist. Daher kann diese Sorte gut in den Vordergrund oder wie hier als legere Begleitung entlang eines Wegs gesetzt werden. (Bildnachweis: GMH/Staudengärtnerei Gaißmayer)Beate Zillmer hat die Gärtnerei 1994 von ihrem Vater Albert übernommen und sie gemeinsam mit ihrem Mann Reinhard Meier-Zillmer zu einer der führenden Jungpflanzengärtnereien der Republik weiterentwickelt. Neben Sanguisorba vermehrt „Zillmer Stauden und Gräser Jungpflanzen“ mittlerweile rund 1.800 weitere Arten und Sorten. Der Firmensitz liegt in Uchte, einem rund 5.000 Einwohner zählenden Gemeindeverband im südöstlichen Niedersachsen. Pro Jahr produziert der Familienbetrieb bis zu neun Millionen Jungpflanzen und liefert diese an Gärtnereien in Deutschland und Europa. Es ist also gut möglich, dass auch in Ihrem Garten die ein oder andere Pflanze wächst, die bei Zillmer vermehrt wurde. (Bildnachweis: GMH/Beate Zillmer)Ganz natürlich: Rotbraune Blütenköpfchen, die im Sommer mit Leichtigkeit zwischen anderen Stauden tanzen – das ist typisch für den Großen Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis). In diesem Fall lässt die Wildstaude gemeinsam mit Glockenblumen (Campanula) und Weidenröschen (Epilobium) wiesenähnliche Bilder im Beet entstehen. (Bildnachweis: GMH/Bettina Banse)