(GMH/FvRH) Die natürlichen Lebensbedingungen unserer Zimmerpflanzen lassen sich schwer kopieren. Warum dann nicht ganz auf Erde verzichten? Hydrokultur eignet sich bestens, um auf lange Sicht gesunde Pflanzen zu haben. Dank eines ausgeklügelten und jahrelang bewährten Systems ist die optimale Versorgung mit Wasser und Nährstoffen dabei ganz einfach.

Pflanzen ohne Erde: Hydrokultur macht das Leben einfacher

Bildunterschrift: Mit Hilfe von Wasserstandsanzeiger und Langzeitdünger gedeihen Zimmerpflanzen in Hydrokultur ohne großen Aufwand prächtig. (Bildnachweis: GMH/FvRH)

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Nur alle zwei bis vier Wochen gießen

Zur Hydrokultur gehört ein spezieller Innentopf mit seitlichen Schlitzen, der die Versorgung gewährleistet. Ein eingelassenes Loch bietet einem Wasserstandsanzeiger halt. Er zeigt mit Hilfe einer Skala des Röhrchens an, wann wieder gegossen werden muss. Dafür ist es wichtig, den Topf in einen passenden, wasserundurchlässigen Übertopf zu stellen. In der Regel vergehen zwei bis vier Wochen, bis eine Pflanze den Wasservorrat aufgebraucht hat und wieder Aufmerksamkeit braucht.

Als Substrat im Topf ersetzen Blähtonkugeln die Erde und geben den Wurzeln Halt. Die Versorgung mit lebenswichtigen Mineralien übernimmt ein spezieller Dünger, der dem  Gießwasser beigemischt wird. Es gibt sie auch als praktische Langzeitdünger: Für drei bis sechs Monate liefert das feinkörnige Granulat den Pflanzen alle Nährstoffe, die sie brauchen. Damit haben ausgebleichte, hellgrüne Blätter und Unterversorgung ein Ende. Zudem birgt die Nährlösung kein Infektionsrisiko und darf deshalb sogar in Krankenhäusern und Kantinen zum Einsatz kommen.

Pflanze bildet spezielle Wasserwurzeln

Prinzipiell kann jede Pflanze in Hydrokultur kultiviert werden. Besonders einfach lassen sich Jungpflanzen oder Ableger auf Hydrokultur umstellen. Werden sie ohne Erde zum Wurzeln gebracht, bilden sich gleich sogenannte Wasserwurzeln. Diese vertragen es im Gegensatz zu Erdwurzeln, über längere Zeit im Wasser zu stehen. Bei älteren, gut angewachsenen Pflanzen ist die Umstellung hingegen schwierig. Denn um Erfolg zu haben, muss die Erde komplett aus dem Wurzelbereich entfernt werden. Wer also eine große Pflanze in Hydrokultur wachsen lassen möchte, sollte eine im Fachhandel kaufen, die direkt in Blähtonkugeln gezogen wurde.

Viele weitere interessante Informationen zur Innenraumbegrünung und zur Hydrokultur finden Sie unter http://www.original-hydrokultur.de oder nutzen Sie direkt die Beratungskompetenz eines Fachbetriebes vor Ort.

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Pflanzen nicht ständig im Wasser stehen lassen

Werden Blätter an den Spitzen braun und entwickelt die Nährlösung einen unangenehmen Geruch, ist vermutlich der Wasserstand zu hoch. Dann können die Wurzeln nicht atmen und beginnen zu faulen. Eine Pflanze sollte deshalb erst gegossen werden, wenn die Anzeige ein bis zwei Tage ganz unten stand. Anschließend sollte bis zur entsprechenden Markierung aufgefüllt werden. Auf einen zu hohen Wasserstand reagieren viele Pflanzen empfindlich.
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