(GMH/GBV) Hecken schützen vor Blicken und Eindringlingen, halten den Wind ab und geben den Blüten im Garten eine Kulisse. Die grünen Wände haben viele Vorteile – und im Herbst ist die ideale Pflanzzeit dafür. Bei der Auswahl gibt es Einiges zu beachten. Deshalb sollten sich Freizeitgärtner im Fachhandel beraten lassen. Sonst treibt im schlimmsten Fall ein Teil der Sträucher im kommenden Frühjahr nicht aus.

Jetzt ist Pflanzzeit für grüne Wände im Garten

Bildunterschrift: Wer sich im Fachhandel beraten lässt, geht beim Kauf von Heckenpflanzen auf Nummer sicher. (Bildnachweis: GMH/GBV)

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Kirschlorbeer wird sehr breit

Es gibt viele Gehölze, die für eine Hecke verwendet werden können. Sowohl immergrüne Varianten wie Lebensbäume und Kirschlorbeer als auch Laub abwerfende Gehölze wie Hainbuchen wachsen jetzt besonders gut an. Allerdings sollte bei der Auswahl auf die richtige Sorte geachtet werden. Zu besonders dichten Hecken wachsen Lebensbaum (Thuja occidentalis) und Eiben (Taxus baccata). Um Hunde und Katzen fern zu halten, eignet sich die Heckenberberitze (Berberis vulgaris) wegen ihrer Dornen besonders gut, Unterarten haben zudem auffällig rotes Laub. Heimische Gehölze wie Roter Hartriegel (Cornus sanguinea) brauchen zwar viel Platz, dafür aber keinen jährlichen Rückschnitt. Hecken aus Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) sind das ganze Jahr über grün, werden aber ungefähr so breit wie hoch und sind empfindlich gegen kalte, trockene Winter. Klassische Hecken lassen sich besonders gut mit langsam wachsenden Hainbuchen (Carpinus betulus) und Rotbuchen (Fagus sylvatica) gestalten.

Wurzeln dürfen nicht aus dem Topf gucken

Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Wurzeln der Heckenpflanzen gut ausgebildet sind. Bei Exemplaren ohne Topf muss die Größe der nackten Wurzeln zu den oberirdischen Trieben passen. Freilandpflanzen dürfen mit dem Ballentuch mit ins Pflanzloch gesetzt werden. Sind die Heckenpflanzen im Topf kultiviert, dürfen die Wurzeln keinesfalls oben herausgucken. Sind die Wurzeln bereits die Wand entlang gewachsen, sollten sie mit dem Messer eingeschnitten werden. Sonst könnte es sein, dass sie sich nicht verzweigen. Wichtig ist es zudem, nur gesunde, kräftige Ware zu kaufen. Sonst stirbt im schlimmsten Fall ein Teil der Sträucher ab. Wer in einer Gartenbaumschule oder einer Einzelhandelsgärtnerei kauft, ist da auf der sicheren Seite. Fachbetriebe in Ihrer Nähe finden Sie unter www.gartenbaumschulen.com und www.ihre-gaertnerei.de.

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Hecke nach dem Pflanzen gut antreten

Profis schaufeln statt einzelner Löcher einen Graben in Länge der künftigen Hecke. Als Faustregel gilt, die Erde ein Drittel größer als den Wurzelballen aufzulockern. Danach werden die Sträucher so angeordnet, dass sich die Spitzen berühren. Nach dem Pflanzen wird die Erde gut angetreten. Denn wachsen neue Wurzeln in unterirdische Luftkammern, sterben sie ab. Ein kleiner Erdwall rechts und links der Hecke hilft anschließend beim gezielten Gießen. Bei trockener, frostfreier Witterung ist es wichtig, die Pflanzen regelmäßig zu wässern. Mit Dünger sollte hingegen sparsam umgegangen werden. Eine Kompostgabe fördert den Austrieb, doch zu viel Flüssigdünger lässt die Wurzeln absterben.

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