(GMH) Was für ein toller Sommer! Sonne pur, schwimmen im nahe gelegenen See, lange Abende mit Freunden – das Wetter lädt geradezu dazu ein, sich viel im Freien aufzuhalten. Wer gerne draußen ist und noch dazu die Natur mag, hat vielleicht auch schon einmal über eine Ausbildung zum Gärtner nachgedacht. Das Ausbildungsjahr hat zwar schon begonnen, aber noch kann man sich bewerben! Also, schnell ran an die Pflanze!

Gärtner ist ein sehr vielseitiger Beruf. Bei sieben verschiedenen Fachrichtungen ist für jeden etwas dabei. Wer Blüten- und Grünpflanzen mag, ist beispielsweise im Zierpflanzenbau – wie hier im Bild – gut aufgehoben. (Bildnachweis: GMH)

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Sich Zeit nehmen und … Gärtner werden!

Die einen wissen schon im Kindergarten, was sie mal werden wollen. Die anderen haben entweder gar keine Idee, oder so viele, dass sie sich nicht entscheiden und festlegen wollen. Manchmal ist es auch nicht einfach, seine persönlichen Interessen so zu bündeln, dass man daraus auf einen konkreten und noch dazu passenden Beruf schließen kann. Oder die Vorstellung, dass die eine Entscheidung „lebenslang“ bedeutet, hemmt jegliche Aktivität. Am besten nimmt man sich jetzt erst einmal eine kleine Auszeit und überlegt in Ruhe. Vielleicht beim Schwimmen im nahe gelegenen See, beim Radfahren oder einfach beim Entspannen mit Freunden in der freien Natur. In der – normalerweise – grünen Umgebung lässt es sich hervorragend abschalten und tief durchatmen. Vielleicht stellt der eine oder die andere jetzt auch fest, wie wohltuend die Umgebung allein durch die vielen verschiedenen Pflanzen ist. Und dass man Pflanzen eigentlich schon immer toll fand. Diesen Gedanken lässt man dann ein paar Mal in der tollen Umgebung kreisen und landet schließlich dort, wo alles zusammenläuft, beim Gärtner.

Ein Beruf, sieben Fachrichtungen

Wer sich heute für den Beruf „Gärtner“ entscheidet, trifft wortwörtlich eine Entscheidung für das Leben, aber nicht zwangsweise eine lebenslange. Denn die Wege im Gartenbau sind vielfältig und abwechslungsreich. Allein bei der Wahl eines Ausbildungsberufes zum Gärtner gibt es ein breites Spektrum an Möglichkeiten. So kann man hier seine persönlichen Vorlieben und Neigungen ausleben: Wer am liebsten Grünpflanzen und Blumen mag, ist im Zierpflanzenbau richtig, denn hier wird alles kultiviert, was mit Blüten und schönen Blättern den Menschen Freude macht. Alle Facetten des professionellen Anbaus von Obst oder Gemüse können Liebhaber dieser Gaumenfreuden in den Fachrichtungen Obstbau und Gemüsebau finden, und lernen, wie man gesunde Nahrungsmittel anbaut – was vielleicht auch für den eigenen kleinen Naschgarten von Vorteil ist. Und so finden Gehölzfans ihre Berufung in der Baumschule, ausdauernde Vielfalt und Blütenreichtum gibt es in der Staudengärtnerei. Wer an Gärten, Parks und Friedhöfen mitarbeiten will, ist im Garten- und Landschaftsbau oder in der Friedhofsgärtnerei richtig. Bei so vielen Auswahlmöglichkeiten macht es einfach Spaß, seine Vorlieben zu suchen, zu entdecken und zu leben.

Offen für Mehr

Die Ausbildung zum Gärtner dauert in der Regel drei Jahre. In dieser Zeit lernt man alles über die Pflanze, ihre Bedürfnisse und wie man ihr das Leben so schön wie möglich macht – mithilfe verschiedener technischer Einrichtungen und Geräte. Botanik, Pflanzenkunde, Kulturtechnik, Gewächshausbau, Düngung und Pflanzenschutz sind nur einige der Themen, die intensiv und nach modernen Erkenntnissen – inklusive integrierten Anbaumethoden und nachhaltiger Produktion – gelehrt und gelernt werden. Schließlich erfreut man sich ja an einem gesunden Wachstum der Zöglinge und lebt als Gärtner auch davon. Nach der erfolgreichen Abschlussprüfung stehen Gärtnern viele Wege offen. Wer sich weiterbilden möchte, kann sich zum Beispiel zum Gärtnermeister oder Techniker qualifizieren, Gartenbau oder Landschaftsarchitektur studieren und vielleicht später als Berufsschullehrer oder in der Forschung arbeiten. Zudem sind in Deutschland ausgebildete Gärtner beliebte Fachkräfte im Ausland, weil die duale Ausbildung mit Praxis und Berufsschule einen hohen Standard hat.

Wer jetzt noch ein bisschen Zeit benötigt, kann sich einfach ganz in Ruhe mit seinem Tablet an ein schattiges Plätzchen im Garten zurückziehen und sich auf www.beruf-gaertner.de über alle Möglichkeiten informieren. Und dann am besten gleich nach einem geeigneten Ausbildungsbetrieb in der Nähe schauen.

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Sommer, Sonne … Natur?

Pflanzen brauchen vor allem Sonne beziehungsweise Licht und Wasser zum Wachsen. Wie sehr das stimmt, sieht man aktuell, sobald man sich nur aus dem Haus begibt. An vielen Stellen ist das sonst saftige Grün der Pflanzen einem erdigen Ocker oder Braun gewichen. Die klimatischen Veränderungen und damit auch die Wetterextreme werden voraussichtlich noch weiter zunehmen. Kaum jemand kann davor die Augen verschließen. Auch Gärtner haben mit diesen Extremen zu kämpfen und entwickeln die bereits vorhandenen nachhaltigen Strategien und umweltfreundlichen Produktionsmethoden immer weiter. Wer Spaß daran hat, sich mit diesen Themen zu beschäftigen und daran mitzuwirken, für eine zukunftsfähige und lebenswerte Umwelt zu sorgen, ist im Gartenbau ebenfalls bestens aufgehoben.

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