(GMH/BVE) Ein Foto von einem Blumenstrauß aus lila Schmetterlings-Orchideen, roten Flamingoblumen und rosa Gerbera ging vor einigen Jahren um die Welt. Ihn hatte der damalige russische Ministerpräsident Wladimir Putin am 8. März der deutschen Kanzlerin Angela Merkel überreicht. Normalerweise schenken sich Staatsoberhäupter nicht gegenseitig Blumen, doch die Kanzlerin weilte zufällig am Internationalen Weltfrauentag zu einem Staatsbesuch in Moskau. Und da machen russische Männer den Frauen eben blühende Geschenke. Seinen Ursprung hat der Aktionstag in Deutschland; 102 Jahre nach der Einführung demonstrieren Frauen rund um den Globus am 8. März für ihre Rechte und für Chancengleichheit.

Deutscher Exportschlager: Blumen zum Internationalen Frauentag

Bildunterschrift: Blumen als Symbol: Nicht nur in Deutschland, sondern welt-weit werden sie zum Internationalen Weltfrauentag am 8. März verschenkt. (Bildnachweis: GMH/BVE)

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1911 von einer Deutschen initiiert

Der Internationale Weltfrauentag ist also ein deutscher Exportschlager, der weltweit für Blumenfreuden sorgt. Er geht auf die Initiative der Sozialistin Clara Zetkin zurück, einer Frauenrechtlerin und Weggefährtin Rosa Luxemburgs, die sich 1911 auf der zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen für die Einführung stark machte. Symbol des Tages für das Frauenwahlrecht und Gleichberechtigung wurde die rote Nelke. Daraus entwickelte sich der Brauch, am Internationalen Frauentag Blumen zu verschenken und dies mit einer Botschaft zu verbinden.

Comeback in Westdeutschland

Merkel wird in ihrem Leben vermutlich schon oft Blumen am 8. März bekommen haben: Der von den Nationalsozialisten verbotene Frauentag wurde 1946 von den sowjetischen Besatzern wieder eingeführt und in der DDR offiziell gefeiert, während er in der Bundesrepublik vorübergehend etwas in Vergessenheit geriet. Spätestens seit der Wiedervereinigung hatte er in den westlichen Bundesländern sein Comeback.

Vereinte Nationen feiern seit 1975 mit

Während die Frauenbewegung in Deutschland weit gekommen ist, Frauen hierzulande wählen, einen Arbeitsvertrag unterschreiben und ihr eigenes Konto führen dürfen, kämpfen in vielen Ländern der Welt Frauen um elementarste Dinge. 1975 richteten die Vereinten Nationen deshalb erstmals einen Tag für die Rechte der Frau und den Weltfrieden aus. Der Zusammenschluss von 193 Staaten setzt seitdem jährlich am 8. März ein Zeichen. Dies ist auch dringend nötig: Laut einem UN-Bericht ist Gewalt gegen Frauen und Mädchen eine der am weitesten verbreiteten und systematisch begangenen Menschenrechtsverletzungen.

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Geste des Blumenschenkens ist international

Zum Internationalen Frauen müssen es nicht unbedingt rote Nelken sein: In Italien ist es Traditionen, die Frauen zum „Festa della Donna“ mit gelben Mimosen zu beschenken, während in Russland vor allem bunte Blumensträuße beliebt sind. In Frankreich bekommen Frauen traditionell Veilchen und Maiglöckchen überreicht. In Indien und Vietnam danken auch Chefs ihre Mitarbeiterinnen mit Blumen. Während der 8. März in vielen Ländern wie Eritrea, Vietnam und Madagaskar ein offizieller Feiertag ist, bekommen berufstätige Frauen in China immerhin den Nachmittag arbeitsfrei. Als Mischung aus Valentin- und Muttertag wird der Weltfrauentag in vielen osteuropäischen Ländern begangen: Kinder beschenken Mütter und Großmütter und bringen ihren Lehrerinnen Blumen mit in die Schule.

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