(GMH/GBV) Für mehr Leben im Garten: Mit den richtigen Sträuchern und Bäumen lässt sich viel für die Natur tun. Ihre Blüten bieten Bienen Nahrung, und später im Jahr sind die Beeren wertvolles Futter für Vögel. Weil es die biologische Vielfalt fördert, sollte natürliches Wildtierfutter in keinem Garten fehlen. Jetzt ist Pflanzzeit.

Das schmeckt nicht nur Menschen: Wer Beeren tragende Sträucher und Bäume anpflanzt – wie diesen Sanddorn – schafft ein Futterangebot für Wildtiere. (Bildnachweis: GMH/GBV)

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Frühes Angebot für Bienen

Es muss nicht gleich der Rasen gegen eine Wildblumenwiese ausgetauscht werden, um etwas für die Natur zu tun. Auch kleine Veränderungen können bereits viel bewirken. Wer den richtigen Strauch oder Baum pflanzt, schafft ein Futterangebot, eine Unterschlupfmöglichkeit und einen Brutplatz. So dienen Hartriegel-Arten (lateinischer Name: Cornus) den Bienen frühzeitig in der Saison als wertvoller Nektar- und Pollen-Spender. Beispielsweise blüht die japanische Variante (C. officinalis) bereits ab Februar und ist damit für Bienen als frühes Nahrungsangebot besonders wertvoll. Ab Sommer punktet der langsam wachsende Großstrauch dann mit knallroten Steinfrüchten, die Vögeln und Menschen gleichermaßen gut schmecken. Später im Jahr folgt eine attraktive braunrote Herbstfärbung.

Beeren für Menschen und Vögel

Im Mai blühen die meisten Ebereschen oder Vogelbeeren (Sorbus). Neben der Wildform bietet der Fachhandel eine Reihe interessanter Sorten, unter anderem solche mit besonders großen, säurearmen Früchten oder intensiver Herbstfärbung. Der Zierapfel (Malus) ist nicht nur als Hausbaum wegen seiner weißen Blüten und kirschenähnlichen Früchte eine attraktive Erscheinung, er kann auch gestutzt als blühende Heckenpflanze gepflanzt werden. Werden sie nicht gepflückt und zu Gelee verarbeitet, bleiben die kleinen roten Äpfel bis weit in den Winter hängen. Wohlschmeckende Früchte liefert die Felsenbirne (Amelanchier). Der mehrstämmige Großstrauch blüht reich im April, woraus sich im Spätsommer bei Amseln und Meisen sehr beliebte, blauschwarze Beeren bilden. Im Herbst imponiert die Felsenbirne mit ihrem Farbwechsel von gelb über orange bis rot.

Futter für die kalten Monate

Wer sandigen Boden im Garten hat, sollte Sanddorn-Sträucher (Hippophae) pflanzen, von denen es zahlreiche Zuchtformen gibt. Die orangenen Beeren sind reich an Vitamin C, können bis Dezember am Strauch bleiben und werden unter anderem gerne von Staren gefressen. Wertvoll sind auch Gehölze, die Bienen am Ende der Saison als Futterquelle dienen. Beispielsweise bis in den November hinein blüht der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch (Heptacodium). Die weißen Rispen des Gehölzes aus China duften zudem angenehm.

Wer mehr über Wildfutter-Gehölze erfahren möchte oder Beratung zu den unterschiedlichen Arten benötigt, sollte eine Einzelhandelsgärtnerei oder Gartenbaumschule besuchen. Dort arbeiten ausgebildete Gärtner, die fachkundig Auskunft geben können. Betriebe vor Ort finden sich im Internet unter www.gartenbaumschulen.com und www.ihre-gaertnerei.de.

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Gehölze wachsen im Herbst besser an

Experten pflanzen Gehölze im Herbst. Während der oberirdische Teil in die Winterruhe geht, können Sträucher und Bäume ihre Energie während der frostfreien Zeit uneingeschränkt auf die Wurzeln und das Anwachsen verwenden. Durch ein größeres Wurzelgeflecht müssen sie den ersten Sommer über nicht ständig bewässert werden und sind dadurch im Vorteil gegenüber Frühlingspflanzungen.

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